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Brisante Wende im Fall Carlos Varela: Der 32-jährige Flügelflitzer, bekannt als aufbrausender Kartensammler, hatte bei Xamax eine eigenartige Klausel im Vertrag. Diese lautete: «Bei der nächsten disziplinarischen Suspendierung wirst Du fristlos entlassen!»
Auf BLICK-Anfrage gesteht Varela: «So ein Passus hat bestanden, aber ich habe von mir aus den Bettel hingeworfen!»
Kein Ersatz für Varela
Wahrscheinlich ist, dass Varela mit seiner Kurzschlussreaktion seiner Entlassung zuvorkam. Denn mit Varela ist einer der teuersten Spieler weg von der Lohnliste, ersetzen will man ihn nicht.
Am Dienstag geschiehts, Disziplinarrichter Roy Maybud brummt Varela drei Spielsperren auf. Weil der schweizerischspanische Doppelbürger nach der 3:4-Pleite im Kabinengang ausflippt.
BLICK filmt heisse Szenen
Schiri Laperrière schreibt in seinem Rapport: «Varela hat den Assistenten beleidigt und ihn Scheisskerl genannt.» BLICK filmt die heissen Szenen, von einem «Scheisskerl» ist dabei nichts zu hören.
Und auch Varela bestreitet die Beleidigungen, wehrt sich aber nicht gegen das Urteil. «Ich lege keinen Rekurs ein. Die Meinungen in Bern sind gemacht», sagt Varela.
Varelas Vertragsklausel verschweigen die Neuenburger bewusst, sie inszenieren Varelas Rauswurf als freiwilligen Abgang.
«Habe genug von der Berner Mafia!»
Xamax nutzt die Möglichkeit, um nochmals Richtung Fussballverband und die Schiedsrichter zu feuern.
Varela sagt im BLICK vom Mittwoch: «Ich will kein Geld. Ich will einfach nie mehr in der Schweiz Fussball spielen. Ich habe genug von der Berner Mafia!»
Und Sportchef Paolo Urfer sagt gleichentags zu Varelas Vertragsauflösung: «Schade, aber ich verstehe Carlos, Frei und Huggel könnte man für dasselbe jeden Match sperren.»