Nach Sion-Kritik an der Liga: Jetzt legt Vaduz noch einen drauf!

Dass sich der FC Sion in der Super League benachteiligt fühlt, kann man beim FC Vaduz überhaupt nicht verstehen.

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Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Basel 36 88:38 83
2 YB 36 78:47 69
3 Luzern 36 59:50 54
4 GC 36 65:56 53
5 Sion 36 52:49 50
6 Thun 36 45:54 41
7 St. Gallen 36 41:66 38
8 Vaduz 36 44:60 36
9 Lugano 36 46:75 35
10 Zürich 36 48:71 34
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Sion-Verteidiger Reto Ziegler fühlt sich und den Cupsieger anlässlich der Vergabe der SFL Awards übergangen. Er motzt: «Wir sind Romands. Uns macht niemand Geschenke. Wir werden nicht ernst genommen.» Er hätte Didier Tholot und nicht Pierluigi Tami als Trainer des Jahres 2015 gesehen.

Bei der Liga kann man Zieglers Kritik nicht nach­vollziehen. Mediensprecher Philippe Guggisberg: «Das war eine ausgewogene Wahl. Es haben die Captains und Trainer aller zwanzig Klubs abgestimmt und Journalisten aus allen Landesteilen.»

Sion benachteiligt? In Vaduz kann man darüber nur den Kopf schütteln. Giorgio Contini: «Da muss ich als Vaduz-Trainer nur schmunzeln. Wir merken fast jeden Tag, wie es ist, nicht ernst genommen zu werden.»

Noch immer gibt es kritische Stimmen gegen die «Ländle-­Kicker», die in der Super League mitkicken. Die weder Meister werden dürfen noch das Recht auf einen Europacup-Platz beanspruchen können. So steht es im Vertrag mit der Liga.

Darin ist die Teilnahme von Vaduz in der Super League vertraglich geregelt. Diese kostet den Verein eine Stange Geld. «Wir müssen eine Antritts­prämie zahlen und teilweise auf Einnahmen verzichten», sagt Patrick Burgmeier, Geschäftsführer des FC Vaduz. Über den Inhalt des Vertrags wurde Stillschweigen vereinbart! In der ordentlichen Betriebsrechnung der Liga findet man die Zahlen dennoch. Da weist die Liga unter «Beiträge des FC Vaduz und des liech­tensteinischen Verbands» 900'000 Franken Einnahmen aus! Dazu bekam der FC Vaduz letzte Saison knapp 60'000 Franken weniger aus dem ­TV-Vertrag.

1 Million Franken weniger!

Macht einen Wettbewerbsnachteil von knapp 1 Million Franken gegenüber den anderen Superligisten. Ein Sechstel des Budgets der ersten Mannschaft!

Mit dieser Million könnte man im Ländle anders wirtschaften. Contini: «Das ist viel Geld, das ist sicher ein Nachteil. Deshalb wirtschaften wir auch anders und verpflichten Spieler aus der Challenge League und solche, die bei anderen Klubs auf dem Abstellgleis sind.»

Hat Vaduz einen Knebel­vertrag unterschrieben? Patrick Burgmeier weiss um die Brisanz des Themas. Der Geschäftsführer des FC Vaduz will nicht weiter Öl ins Feuer giessen. Er sagt: «Mit dieser Regelung haben wir uns arrangiert und budgetieren danach. Wir können mit dieser Abmachung leben, da es ein Nehmen und Geben ist. Für uns handelt es sich nicht um einen Knebelvertrag, da es den besonderen ‹Fall FC Vaduz› auch besonders zu regeln gilt.»

Dennoch fühlen sich nicht alle bei Vaduz wirklich willkommen in der Super League und wegen des Ein-Millionen-Vertrags auch benachteiligt.

Publiziert am 11.02.2016 | Aktualisiert am 14.02.2016

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26 Kommentare
  • Friedrich  Meyer 11.02.2016
    Könnte es vielleicht am Präsidenten und allein Herrscher des FC Sion liegen, dass man den Club nicht so ernst nimmt? Wir haben zwei Clubs in der Schweiz deren Präsidenten noch nicht begriffen haben, dass Fussball ein Geschäft ist, in dem nur besteht wer sich professionelle Strukturen gibt. Der eine Club liegt hinter Vaduz auf dem letzten Platz. Die Zeit von Leuten die sich als Sonnenkönige aufspielen ist in diesem Geschäft längst vorbei, das musste kürzlich auch ein anderer Walliser erfahren.
  • Lorenzo  Ciliberto aus Zürich
    11.02.2016
    Tja, wer möchte nicht lieber Lausanne, Servette, Xamax statt Wil, Vaduz und Aarau?
  • Lionel the Original Werren  11.02.2016
    Lieber Vaduz als der FCZ!
  • beat  loser aus st.gallen
    11.02.2016
    Contini isch super, aber ehrlich gesagt Vaduz nimmt nur einen Platz weg und hat keine Zuschauer weder sonst noch was.
    • D.  Schacher 11.02.2016
      Mir scheint der Herr Loser aus St. Gallen hat eine Zuschauer-Phobie. Es gibt kaum einen Kommentar ohne Erwähnung der Zuschauerzahlen.
  • Adrian  Schärli aus Nebikon
    11.02.2016
    Dass Vaduz nicht Schweizer Meister werden kann und auch keinen Anspruch auf einen Europa-League-Platz hat kann ich gut nachvollziehen. Sie haben wohl den Nachteil, dass Sie "unsere" Europa-Platze nicht erhalten und eine knappe Million an die Liga bezahlen müssen, dafür haben sie einen fast sicheren Europa-Platz aus dem lichtensteinischen Cup.