Für den langjährigen Nati-Goalgetter Kubilay Türkyilmaz (45) war der Rauswurf von Murat Yakin in Luzern ein «Schock». Muri müsse dies nun als Lektion fürs Leben nehmen, so Kubi.
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BLICK-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz.
(Philippe Rossier)Es hätte weit Schlimmeres für Murat Yakin geben können als dieses schnelle Ende mit Schrecken. Klar: Die Entlassung nach nur sechs Spieltagen, nach einer grandiosen letzten Saison ist ein drastischer Stopp. Bislang führte seine Karriere immer nur nach oben. Obwohl er sein Ende mit seinen Aussagen über die mangelnde Qualität des Kaders auch provoziert hat – ein Schock war es allemal.
Muri ist ein Typ, der alles kontrollieren und bestimmen will. Wie ein Manager nach englischer Schule. Er stellt das Kader zusammen. Er stellt auf. Mit der Verpflichtung von Heinz Hermann als Sportchef wurde seine Kompetenz derart beschnitten, dass er blockiert war.
So war sein Krisenmanagement inexistent. Die Jungen in eine andere Kabine strafzuversetzen, ist keine taugliche Reaktion auf Gegenwind.
Muri muss den Rauswurf nun als Lektion fürs Leben nehmen. Als Anstoss, vom hohen Ross herunterzukommen. Als Initialzündung, seine Art der Menschenführung zu überdenken. Seine Distanziertheit war in Luzern hinderlich – allem Erfolg zum Trotz. Er wurde respektiert. Aber nie geliebt.
Und vor allem: Muri darf nun nicht nach Bellinzona gehen. Er muss ins Ausland. Irgendwohin, wo ihn niemand kennt. Wo er nicht der Star ist. Wo er die Ärmel hochkrempeln muss. Besteht er dort, stehen ihm in der Schweiz wieder alle Türen offen.
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Basel | 33 | 59:30 | 66 |
| 2 | GC | 33 | 41:30 | 60 |
| 3 | St. Gallen | 33 | 49:32 | 56 |
| 4 | Zürich | 33 | 54:42 | 49 |
| 5 | Sion | 32 | 36:45 | 45 |
| 6 | Thun | 33 | 41:42 | 44 |
| 7 | YB | 33 | 44:43 | 42 |
| 8 | Luzern | 33 | 35:46 | 36 |
| 9 | Lausanne | 33 | 25:47 | 27 |
| 10 | Servette | 32 | 24:51 | 23 |
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