Luzern-Trainer Babbel «Ich kann den Mist nicht mehr hören!»

Luzern-Coach Markus Babbel (44) über die sportliche Krise, weshalb er nicht mehr laut wird und über die Kritik an seiner Innenverteidigung.

«Ich kann den Mist nicht mehr hören!»

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Platz +/- Mannschaft SP Tore Punkte
1 0 Basel 16 47:12 44
2 0 YB 16 36:21 29
3 0 Luzern 17 33:30 29
4 0 Sion 16 34:28 26
5 0 GC 16 24:31 18
6 0 St. Gallen 16 18:25 18
7 0 Lausanne 16 28:31 17
8 0 Lugano 16 22:34 16
9 0 Thun 16 20:30 15
10 0 Vaduz 17 20:40 15
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BLICK: Wie ist das, nach einem 0:3 wie letzten Samstag im Teambus nach Hause zu fahren?
Markus Babbel: Die Art und Weise hat mich brutal genervt. Der FC Basel hat uns nicht an die Wand gespielt. Sie haben uns den Schneid abgekauft, waren präsent, aggressiv. Dinge, die wir nicht auf den Platz gebracht haben.

Werden Sie auch mal laut?
Jedes Mal, wenn ich emotional war, lief es danach schlechter. Ich analysiere lieber sachlich.

Was haben Sie selber falsch gemacht?
Ich kreide mir an, dass ich zuletzt den Schwerpunkt zu sehr aufs Spielerische gelegt habe. Die Basics sind zu kurz gekommen.

Was meinen Sie damit?
Zweikampfverhalten, taktische Disziplin, Wachsamkeit – da hätte ich mehr drauf eingehen müssen.

Wie erklären Sie sich den Absturz des FCL?
Wir sind inkonstant und zu wenig abgeklärt. Wenn du merkst: Heute wirds schwierig zu gewinnen, dann musst du schauen, dass du wenigstens nicht verlierst. Und nicht planlos ins Verderben läufst.

Kein Team kassiert mehr Gegentore als Luzern. Sind die Innenverteidiger Costa und Puljic zu alt?
Ich kann den Mist nicht mehr hören! Ich bin hundertprozentig von ihnen überzeugt. Es gibt nicht viele in der Liga, die besser sind.

Ist Costa die gewünschte Verstärkung?
Er kriegt ziemlich auf die Hölzer. Zu Unrecht! Er ist oft einfach das letzte Glied. Die Fehler passieren vorher. Ich habe ihm und Puljic gesagt: «Ihr seid die Idioten, auch wenn ihr nichts dafür könnt. Ihr müsst mehr Einfluss darauf nehmen, was vorher passiert. Ihr müsst die Leute lautstark positionieren.»

Gegen St. Gallen kommts am Sonntag zum Kellerduell.
Absolut! Die ganze Kacke hat in St. Gallen in der 6. Runde begonnen, als wir 0:3 verloren. Ich wäre froh, wenn sie gegen St. Gallen wieder aufhören würde.

Spielt Luzern gegen den Abstieg?
Ja! Ausser Basel schafft es kein Klub, Konstanz reinzubekommen. Das ist eine gefährliche Situation. Wir müssen uns nach unten orientieren, die Ärmel hochkrempeln.

Haben Sie Angst um Ihren Job?
Nein! Dafür bin ich zu lange dabei. Ausserdem weiss ich, dass wir alles tun, um da rauszukommen. Wenn es trotzdem so weit kommen sollte, wäre es umso ärgerlicher, weil ich glaube, dass unser Potenzial längst nicht ausgeschöpft ist.

Wie oft dürfen Sie noch verlieren?
Ich bin nicht dumm! Aber der Klub steht hinter mir und bewahrt Ruhe. Ich habe ein Team, das Vollgas gibt. Die Ausgangsposition ist von da her top!

Wolfsburg sucht einen Trainer: Was machen Sie, wenn der VfL anruft?
Dann bin ich weg (lacht!). Nein, natürlich nicht! Mir machts wahnsinnig Spass in Luzern. Ich sehe grosses Potenzial!

Publiziert am 19.10.2016 | Aktualisiert am 07.11.2016
Die drei Treffer jetzt im Video Basel lässt Luzern alt aussehen

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16 Kommentare
  • Mike  Müller aus Zürich
    22.10.2016
    ....... und die FC Luzern Fans mögen den «Mist-Fussball» à la Babbel nicht mehr sehen. Erst kürzlich «babbelte» er im BLICK nach echt grossdeutscher Art, der FCL sei technisch und taktisch hinter dem FCB klar die beste Mannschaft der SuperLeague. Und jetzt steht man auf Rang 7 und 3 Punkte vom Abstieg entfernt.......
  • Dani  Button , via Facebook 19.10.2016
    Also ich habe da schon meine Zweifel wenn ein Babbel sagt er sei von seiner Innenverteidigung total überzeugt, jeder füntklässler ist schneller als Puljic und Costa steht doch häufig neben den Schuhen
    • Peter  Garcia 20.10.2016
      @Dani Button: Da haben Sie Recht. Aber ein Trainer kann nun mal unmöglich in der Öffentlichkeit sagen, was wer wirklich über seine Spieler denkt. Würde er dies tun, wäre es in den meisten Fällen kaum noch zu kitten. Objektive Bewertungen kann es nur von in jeder Hinsicht unabhängigen Beobachtern geben.
  • Hans-Jorg  Merz , via Facebook 19.10.2016
    Schön reden kann man(n) alles. Statt bla bla wieder einmal gewinnen wäre die richtige Antwort.
  • Xaver  Arnet 19.10.2016
    Holt endlich Raimondo Ponte als Erfolgstrainer, so wie vor rund 20 Jahren! Im Weiteren als wirkungsvolle Assistenz Ciri Sforza. Mit diesem Super-Duo würde der FCL die Kurve kriegen und in ein bis zwei Saisons als künftiger Schweizer Meister in der Champions league spielen. Bitte keine weiteren Experimente mehr!
    • Ekki  Talkötter aus Münster
      19.10.2016
      Genau! Und Kudi Müller in den Sturm und Karl Engel ins Tor! Luzern wird so für Jahre unschlagbar...:-))
  • Christian  Kronenberg aus Therwil
    19.10.2016
    Nein, nein, nein, dieser Babbel babbelt wirklich ein unglaublicher Unsinn! FCL hatte in Basel nicht der Hauch einer Chance. Will er das nächstemal vom FCB an die Wand gespielt werden? Nach jedem Interview nach dem Spiel, wir müssen uns irgentwann mal belohnen. Für was, für solche Leistungen? Ich würde mal die eigenen Spieler in Frage stellen, hinten fängt es ja schon an mit Zibung. Entweder ist Tor oder er wert den Ball in den Strafraum zürück. Gebt doch Patrick Rahmen eine Chance, Babel ist nix