Lausanne sauer wegen Schiri-Skandal des Jahres Ben Khalifa: «Wir wurden verarscht!»

93 Minuten hat Schiri Fähndrich den Abstiegskampf auf dem Vaduzer Eis im Griff. Doch dann verpfeift er das Spiel mit dem Fehlpfiff des Jahres.

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2 YB 18 42:24 35
3 Sion 18 38:31 29
4 Luzern 18 36:33 29
5 GC 18 26:32 22
6 St. Gallen 18 20:27 21
7 Lausanne 18 30:34 18
8 Lugano 18 23:35 18
9 Thun 18 23:34 16
10 Vaduz 18 21:43 16
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Der Lausanner Nassim Ben Khalifa schiesst in Vaduz ein Slap-Stick-Tor. Er wird von Mitspieler Campo abgeschossen und der Ball fliegt über Vaduz-Goalie Benjamin Siegrist ins Netz. «Glücklich», sagt Ben Khalifa nach Spielschluss. Aber glücklich ist er nicht. Im Gegenteil! Der U17-Weltmeister ist sauer. Auf Schiedsrichter Lukas Fähndrich.

Ben Khalifa: «Der Platz war mies. Aber der Schiri war zehnmal schlechter!» Der Grund: Fähndrich entscheidet in der 94. Minute auf Penalty für Vaduz. Dabei spielt Vaduz-Stürmer Pascal Schürpf den Ball mit der Hand! Unübersehbar! Schürpf trägt Handschuhe, ein rotes langärmeliges Shirt. Der Lausanner blau.

Moreno Costanzo verwertet mit Schlusspfiff eiskalt zum 1:1. Ben Khalifa: «Ein Skandal! Wir wollten drei Punkte, hätten drei Punkte gehabt. Doch der Schiri hat uns verarscht!»

«In der Schweiz gibt es zu viele Fehlentscheide!»

Es ist der Fehlpfiff des Jahres. Ben Khalifa versteht die Welt nicht mehr. «Warum pfeift er, wenn er nicht sicher ist. Der Schiri hat die Übersicht verloren, weil die Vaduzer ihn bestürmten. Schon gegen Luzern haben wir einen skandalösen Penalty gegen uns bekommen, jetzt wieder. Ich habe das Gefühl, in der Schweiz gibts zu viele gravierende Fehlentscheide.»

Übrigens: Schiri Fähndrich zeigt Grösse, entschuldigt sich nach dem Spiel bei Lausanne in der Kabine, sieht seinen Fehler sofort ein. Auf «Teleclub» sagt er: «Ich habe mich getäuscht, was mir sehr leid tut.»

Experte Marcel Reif fordert von Schürpf, sein Hands einzugestehen: «Als Vater von zwei Kindern würde ich mir das wünschen.»

Schürpf selbst sagt: «Der Ball springt mir an die Hand, aber ich wusste ja nicht, ob auch mein Gegner den Ball mit der Hand gespielt hat.»

Torschütze Costanzo: «Das war ein Weihnachtsgeschenk. Aber wir hätten aufgrund der Chancen den Sieg mehr verdient, wir haben den Punkt nicht gestohlen!»

Zumindest Ben Khalifa und alle Lausanner sehen es komplett anders. Man kann sie verstehen!

Publiziert am 11.12.2016 | Aktualisiert am 11.12.2016

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29 Kommentare
  • Thomas   Meier aus Wettingen
    12.12.2016
    Skandal?? Ja, es war ein klarer Fehlentscheid. Wenn ein Stürmer in der 93. Minute eine 100 Prozent Chance vergibt, ist er dann ein Skandal-Stürmer? Die Tonalität gegenüber Schiedsrichtern und Assistenten ist schon längst übers Ziel geschossen. Fehler ja. In der internen Bewertung wird dies auch richtigerweise Konsequenzen geben. Aber Skandal NEIN!
  • Mike  Müller aus Zürich
    12.12.2016
    Das ist doch einfach nur Betrug. Der Finanzplatz Vaduz zahlt mehr als die Lausanner. Das war nicht nur Hands durch den Vaduzer, der Schürpf hat auch noch aufgestützt. Der Lausanner kommt ja gar nicht hoch, weil ihn Schürpf mit dem Ellenbogen runter drückt. Einfach unglaublich was da abläuft.......
  • Markus  Kamm aus Samstagern
    11.12.2016
    Wäre Schürpf fair gewesen so hätte er sich beim Schri gemeldet. Leider für Lausanne hat er das nicht getan er sollte meiner Meinung nach nachträglich gesperrt werden.
  • david  signer 11.12.2016
    @Füchslin.Sie brauchen das Thema nicht in lächerliche zu ziehen.Es wird einfach untragbar das Schiriwesen in der CH.Die Vereine arbeiten verdammt hart und professionell! Da haben sie das Recht auf anständige Arbeit der Schiris zu verlangen! Untragbar!!
    • Bruno  Füchslin aus Richterswil
      11.12.2016
      So so. Ich brauche nicht - "die Vereine arbeiten verdammt hart" - ja also - wenn ich Blick-Kommentare lese (z.B. Ausscheiden des FC Basel, des immerhin seit Jahren besten Vereins) - Hohn und Spott über den CH-Fussball. Für null und nichts zu gebrauchen, international unfähig, man schaut die Schweizer "Gurkenliga" schon lange nicht mehr. Bei Ihnen ist immerhin "nur" das Schiriwesen "untragbar", weil die Vereine so hart arbeiten .... - siehe Auszug Kommentare oben ...
  • Walter  Krebs 11.12.2016
    Natürlich war das kein Penalty. Aber auch Schiedsrichter sind nur Menschen. Ende Saison gleichen sich die gerechtfertigten und ungerechtfertigten Penaltys aus. Ohne Fan von Vaduz zu sein, muss man sagen, dass Vaduz dieses Spiel ganz klar hätte gewinnen müssen. Als Blick den Lausanner-Trainer bei Basel für Fischer installieren wollte, sagte dieser: Ich bin froh, wenn ich den Ligaerhalt mit Lausanne schaffe. Wie recht er doch hatte?
    W. Krebs, Bern