BLICK bei den Klubs Latour beschenkt 17-Jährigen

  • Publiziert: 14.01.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Max Kern

GRAN CANARIA – BLICK-Reporter Max Kern ist hautnah beim Trainingslager von GC dabei und löst im Online-Tagebuch auf, was alles passiert! Gestern belohnte Latour Khalifa mit einem Kurzeinsatz. Das 17-jährige Talent zahlte es mit einem Tor zurück.

Liebes GC-Tagebuch - 14. Januar

Hätte sich der GC-Junge einen schöneren Geburtstag vorstellen können?, fragte BLICK. «Ja», sagte das Geburtstagskind auf Französisch. Da blieb dem Fragesteller beinahe die Spucke weg.

Erst 17 Jahre alt wurde der GC-Junior gestern. Zum Geschenk gabs von Trainer Hanspeter Latour beim 26. Internationalen Turnier von Maspalomas auf Gran Canaria einen Kurzeinsatz.

Am 13. Januar mit der 13 auf dem Rücken. In der 74. Minute durfte Nassim Ben Khalifa gegen den spanischen Zweitdivisionär Las Palmas als Stürmer ran. Und das Geburtstagskind brauchte nur 7 Minuten, um in seinem ersten Einsatz gleich den ersten Treffer für GC zu erzielen.

Es war die Siegsicherung zum 3:1. Kann man sich einen schöneren 17. Geburtstag vorstellen? «Ja», sagte das tunesisch-stämmige Ausnahmetalent, «einen Geburtstag mit zwei Toren…».

Daneben stritten sich im Estadio Municipal des Maspalomas zwei andere GC-Stürmer um das zweite Tor. «Super, in meinem erst zweiten Spiel nach meiner Verletzung gleich zwei Goals zu schiessen», strahlte GC-Bomber Raul Bobadilla, der im November am Oberschenkel operiert werden musste.

«Den zweiten Treffer schoss ich», behauptete aber sein Sturmpartner Samel Sabanovic, der zudem mit einem Lattenkopfball Pech hatte. Einig wurden sich die beiden nicht mehr.

Liebes GC-Tagebuch – 13. Januar

Beim Mittagessen im Fünfsterne-Hotel Villa del Conde, wo seit gestern auch die Kicker von Borussia Mönchengladbach logieren, blieb Latours Platz leer. Der Berner Oberländer später: «Ich war am joggen.» Strandlauf statt Pasta und Fisch.

Als die Hoppers am Nachmittag im Estadio Municipal, wo finnische und schwedische Leichtathletinnen ihre hübschen Körper in die Weitsprung-Grube wuchteten, auf dem Feld trainierten, war der Boss für seine Spieler ebenfalls unsichtbar.

Mit rechter Hand im Schatten

Des Rätsels Lösung: Latour bezog mit seiner rechten Hand Thomas Binggeli im Stadion einen Hochsitz im Schatten, Binggeli filmte von dort aus die ganze Trainings-Session.

Kein Wunder, dass sich Latour nach dem Nachtessen wieder verzog – er musste die Videos vom Training und von der 2:4-Testspiel-Niederlage gegen den dänischen Leader Bröndby Kopenhagen analysieren.

Latour glänzt mit Schmunzette

Präsent war Latour dafür im Bus – und da glänzte der Thuner einmal mehr mit einer Schmunzette. «Siehst du die Windräder dort?», sagte er zu Goalie-Trainer Patrick Foletti, «die drehen alle in die gleiche Richtung. Die machen Gleichstrom. Wenn jedes zweite in die andere Richtung dreht, produzieren sie Wechselstrom…»

Liebes GC-Tagebuch – 12. Januar

«Chunnsch hüt zabig in Uusgang, Hampe?», rief ein nach Gran Canaria mitgereister GC-Fan Hoppers-Trainer Hanspeter Latour von der Tribüne aus zu. Latour vermochte nur ein gequältes Lächeln aufzusetzen. Hinter dem Stadion Municipal von Vecindario hing über dem Meer ein Regenbogen, GC hatte soeben sein erstes Testspiel des Jahres verloren: 2:4 gegen Bröndby IF Kopenhagen.

Colina verletzt

Zu BLICK sagte Latour: «Wir haben zwei anständige Halbzeiten gesehen. Beide Halbzeiten haben wir mit einem Tor Unterschied verloren. Aber man konnte nicht erwarten, dass mit so vielen Umstellungen gleich alles klappt.» Sabanovic und Wohlen-Leihgabe Alain Schultz hatten zwischenzeitlich zum 2:2 ausgeglichen. Ärgerlich für Latour: Josip Colina, der für den in der Schweiz gebliebenen Abwehrchef Boris Smiljanic (Achillessehnen-Probleme) spielte, holte sich nach nur 20 Minuten schon eine Oberschenkelzerrung.

25 Minuten Warten vor dem Stadion

Schon die Vorbereitung aufs Spiel war abenteuerlich. Das Stadion war geschlossen, als die beiden Teams vorfuhren. 25 Minuten mussten GC und Bröndby vor verschlossenen Toren in der Sonne ausharren, ehe der Stadion-Platzwart erschien.

Zeit für GC-Captain Ricci Cabanas, um mit dem Dänen Peter Madsen über Kleinkinder zu plaudern. Die beiden spielten vor zwei Jahren beim 1. FC Köln. Und Latours Assistenztrainer Walti Grüter, er ist mit einer Dänin verheiratet, unterhielt sich mit Jan Christiansen. Im letzten Sommer wollte GC den damaligen Nürnberg-Spieler nach Zürich holen.

GC logiert auf Einladung des lokalen Turnier-Veranstalters (Teilnehmer: Gladbach, Las Palmas, Schachtjor Donezk und GC) in einem Fünfsterne-Tempel gleich am Meer.

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