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Hanspeter Latour stand bei GC meist im Regen. Nun muss er gehen. (Keystone)
Herr Latour, wie geht es Ihnen?
Danke. Das Trainer-Leben ist halt so. Ich habe hier zwei schwierige Jahre hinter mir. Ich wäre aber zuversichtlich ins neue Jahr gestiegen. Aber es ist legitim, dass die Leitung anders entschieden hat.
Sie sind sicher auch über die Tatsache gestolpert, dass mit Raul Bobadilla und Boris Smiljanic zwei Teamstützen über Monate ausgefallen sind.
Klar, es haben so viele gefehlt. Auch Lulic und Callà fielen länger aus. Es ist in dieser Saison viel zusammengekommen. Die letzten Spiele haben aber deutlich gezeigt…
… Sie meinen die beiden 4:1-Siege in Sion und gegen Basel…
…ja, dass die Mannschaft gut drauf ist und dass wir nicht so weit weg von der Konkurrenz sind. Aber, so ist es eben. Statt der geplanten drei Jahre sind es jetzt eben nur zwei geworden.
Ist Ihnen bei GC ein anderer Job angeboten worden?
Ich bin freigestellt worden.
Wer hat Ihnen die Entlassung mitgeteilt?
Präsident Roger Berbig, Heinz Spross und Erich Vogel.
Wie gehts mit Ihnen nun weiter?
Nun gut, die Zukunft war ja ohnehin relativ ungewiss. Man wusste ja nie, ob Investoren kommen werden oder nicht. Sicher ist: Morgen gehe ich auf eine Bergtour, die ist schon länger abgemacht.
Sie sind 62 Jahre alt, wollen sie weiter Trainer bleiben?
Ich würde nie sagen: So, das ist es jetzt gewesen. Wir können uns weiter in die Augen schauen.
Wie sehen Sie die Entwicklung der Mannschaft?
Man sollte den Dreijahresplan weiterleben. Wir sind von der Konkurrenz viel weniger weit weg als es auf den ersten Blick aussieht. Ich wünsche der Mannschaft nur das Beste!