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Am Sonntag schickte Schiedsrichter Massimo Busacca die Spieler von YB und GC in der 39. Minute vorzeitig in die Kabine. Nach den sintflutartigen Regenfällen hatte sich der Kunstrasen im Stade de Suisse in Bern innert Minuten wie ein Teppich mit Wasser vollgesogen. Gross war die Überraschung, als die Partie nach dem Platzregen trotzdem noch zu Ende gespielt wurde.
Rückblende: Beim Viertelfinal Deutschland – Portugal an der Euro 2008 im Basler St.-Jakob-Park glich der Rasen einem Flickenteppich. Nach der Wasserschlacht beim Spiel Schweiz – Türkei (1:2) hatte der Naturrasen ausgewechselt werden müssen.
Szenarien wie diese wird es in Bern nie geben. YB spielt seit drei Jahren auf dem Ligaturf-Rasen, der aus Bayern stammt. Dank dem guten Unterbau (Kostenpunkt 700000 Franken) und der zusätzlichen Drain-Asphaltschicht trocknet der Rasen schneller und das Wasser fliesst besser ab.
Der Einbau einer 25mm starken elastischen
Tragschicht schützt die Spieler zudem vor Verletzungen. «Natürlich ist ein Naturrasen etwas Schönes», sagt der Leiter Stadionorganisation des Stade de Suisse, Michael Kropf, gegenüber Blick am Abend. «Wir garantieren dafür von Februar bis Dezember guten, schnellen Fussball.»
Spätestens im Jahr 2011 wird man die oberste Schicht auswechseln, Kostenpunkt etwa 500000 Franken. Jetzt stehen aber erst einmal die Heimspiele gegen Bilbao am Donnerstag und gegen Bellinzona am Sonntag an. Kunstrasen sei Dank.
Erbarmungslos prasselt der Regen über dem Stade de Suisse nieder.- Keystone