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«Eren Derdiyok macht Schlagzeilen! Nicht auf dem Fussball-Platz. Nicht mit weiteren Transfergerüchten. Sondern mit einer Massen-Rauferei im Zürcher In-Club Kaufleuten!
Da frag ich mich: Was treibt dieser junge Fussballer überhaupt in einer Disco? Es ist ja nicht so, dass für einen Fussballer grundsätzlich das Nachtleben tabu sein soll. Bewahre! Aber wenn die Leistung auf dem Platz nicht stimmt, ist ein Disco-Besuch verboten. Die Angriffsfläche (und hier meine ich die verbale) ist zu gross.
Derdiyok ist zweifellos ein Stürmer mit viel Talent. Doch diese Episode im Kaufleuten beweist: Ein grosser Fussballer ist er noch lange nicht! Dazu fehlt ihm die Reife. Doch wo hätte er sie auch holen sollen?
Bis jetzt ist dem 20-Jährigen alles in den Schoss gefallen: Vom BSC Old Boys über den grossen FC Basel direkt in die Nati. Und nun zum Bundesligisten nach Leverkusen?
Doch der Pillenklub dürfte mit Sicherheit über Derdiyoks jüngste Entwicklung wenig erfreut sein. Und die Deutschen stellen sich wohl die gleiche Frage wie ich: Will Derdiyok Fussballer sein?
Im Nachhinein darf man sagen, dass Derdiyoks vielumjubeltes Wembley-Goal in seiner Länderspiel-Premiere für seine Entwicklung schlecht war.
Den Boden unter den Füssen hat er seit diesem 24. Januar 2008 nie mehr gefunden! Offenbar weiss er noch nicht (jetzt vielleicht schon), was er mit solchen Eskapaden alles aufs Spiel setzt.
Das Beste für ihn wäre wohl, wenn der Leverkusen-Transfer platzen würde. Einen Schritt zurück täte seiner Entwicklung besser. Deshalb würde ich gerne die Schlagzeile «Derdyiok zum FC Bellinzona!» lesen. Sag ich ganz eigennützig. Aber hier lernt er kämpfen.»
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Eren Derdiyok. (Toto Marti)