Kubi knallhart zu unserer «Baller-Liga» «Tore sind Produkte krasser Fehler»

Tor-Alarm in der Super League! In den Schweizer Stadien klingelt es so häufig wie noch selten. Haben wir eine Spektakel-Liga? Nein, meint BLICK-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz.

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Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Basel 16 47:12 44
2 YB 16 36:21 29
3 Sion 16 34:28 26
4 Luzern 16 32:30 26
5 GC 16 24:31 18
6 St. Gallen 16 18:25 18
7 Lausanne 16 28:31 17
8 Lugano 16 22:34 16
9 Thun 16 20:30 15
10 Vaduz 16 20:39 15
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Wir haben zwar eine Spektakel-Liga. Die Tore fallen am Laufmeter. Und doch ist sie nicht spektakulär. Ist das nun paradox? Nein, ist es nicht. Leider.

Denn am Ursprung dieser Torflut stehen überforderte Defensivabteilungen, technisch schwache Verteidiger, taktisch überforderte Abwehrverbunde. Die Tore fallen dann zuhauf – aber nicht aufgrund offensiver Brillanz der Stürmer, sondern als Produkt von krassen Fehlern. Unsere Liga ist keine Traumliga. 

Natürlich ist der Wille vieler Teams da, offensiv zu spielen. Der ist auch aller Ehren wert. Aber dass sie damit oft Erfolg haben, ist erst der zweite Grund für die Torflut. Und deshalb sind die Spiele trotz der beeindruckenden Anzahl an Toren nicht oft spektakulär. Es ist kein Calcio Champagne.

Wenn ich in meine Zeit zurückblende, so kann ich mich nicht daran erinnern, jemals so viel Raum vorgefunden zu haben, wie es die Spieler in der Super League derzeit tun.

Die Fans haben ein feines Sensorium. Sie lassen sich nicht durch die Torflut blenden. Denn trotz dieser werden sie oft enttäuscht. Weshalb es einfach zu erklären ist, dass die Zuschauerzahlen trotz «Spektakel-Liga» stagnieren und nicht in den Himmel schiessen. Fehler werden in jeder Liga gemacht. Bei uns nur ein bisschen öfters.

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 19.10.2016
«Alle Spiele, alle Tore» der 11. Runde Der 6-Tore-Wahnsinn von Sion hielt niemanden auf den Sitzen

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12 Kommentare
  • Kaspar  Landolt 18.10.2016
    Zu Kubis-Zeiten hatten wir vielleicht einige knallharte Verteidiger. Tore gab es gleichwohl, weil Kubi sich einfach fallen liess und der Ref. Penalty pfiff. Also durch Schiri-Fehler. So einfach ist das.
  • Gerhard  Marti , via Facebook 18.10.2016
    Wo ist das problem kubi. Doch gut fuer die zuschauer. Da siehst du selber mal, unsere verteidiger international zu schwach, und zu langsam sind. Und dafuer brauchst du so viele runden. Fehler gehoeren zum sport. Sonst wird es langweilig kubi
  • Thomas  Kuhndt 18.10.2016
    Mal ehrlich Kubi: Sie haben so viele Tore geschossen und sollten eigentlich wissen, dass Tore schlussendlich aus der Summe der gegnerischen Fehler zustande kommen. Wäre dem nicht so gewesen, hätten Sie nicht einen einzigen Treffer erzielt. Selbst Penaltys basieren streng genommen darauf, dass der Goalie anders reagiert, als er eigentlich hätte reagieren müssen um den Treffer zu vermeiden.
  • Bugi  Burgherr , via Facebook 18.10.2016
    Das ist doch eigentlich bei jeder Sportart so, wer Fehler macht verliert, das weiss doch jeder Kindergartenkind, braucht es dafür den knallharten Kubi.
    • Thomas  Meier 18.10.2016
      Tennis als Beispiel: "Gewinnschläge" (winners) vs. "unerzwungene Fehler" (unforced errors); zugegeben: hie und da ist die Unterscheidung nicht trivial. Wenn ein Verteidiger ein Luftloch schlägt und so ein Stürmer an den Ball kommt (den er sonst nicht erreicht hätte) und skort - würde man als Tor dank Verteidungsfehler bezeichnen; wenn CR7 zum Sturmlauf ansetzt, die Verteidiger sind zu langsam, der Schuss so hart, dass der Torhüter nicht reagieren kann - nicht wirklich Verteidigungsfehler, oder ?
  • Patrick  Smart 18.10.2016
    Also das ist doch gerade das Schöne! Stell Dir vor dir machen keine Fehler mehr und jeder Match endet 0:0 ja was wohl? Dann machen eben die Stürmer Fehler, weil sie nicht treffen? Dies Geschichte stinkt zum Himmel! Also lieber ein 5:5 als ein 0:0 oder?