Meister-Duell YB-FCB Konietzka: «Fink hat die Schweiz unterschätzt»

  • Publiziert: 06.02.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Benny Epstein

Trainer-Legende Timo Konietzka (71) vergleicht Thorsten Fink und Vladimir Petkovic.

«Thorsten Fink und Vladimir Petkovic sind zwei sehr gute Trainer. Jedoch haben beide ganz unterschiedliche Stärken. Fink hat den Vorteil, dass er bei Bayern München gespielt und sich dort durchgesetzt hat. Dadurch hat er unter mehreren Weltklasse-Trainern gearbeitet, von denen er sich viel abschauen konnte.

Unterschiede zu Deutschland sind nur minim

Eigene Erfahrung hat Fink aber noch wenig. Sein Einstieg ins Trainer-Business ging in die Hose: Fink scheiterte in Ingolstadt und kam dann in die Schweiz, wo er mit dem FC Basel schlecht startete.

Inzwischen hat er sich aber gefangen. Ich glaube, er hat den Schweizer Fussball unterschätzt. Ich kenne das gut. Als ich 1967 aus Deutschland in die Schweiz kam, musste ich feststellen, dass die Unterschiede minim sind. Zurücklehnen liegt da nicht drin.

Hier liegt Petkovic’ Vorteil: Er kennt die Schweiz und ihren Fussball seit vielen Jahren. Das darf man nicht unterschätzen. Was er derzeit aus der Mannschaft rauskitzelt, ist das absolute Maximum. Auch an den Spielertransfers ins Ausland zeigt sich die Qualität des Trainers. Gute Transfers sind bei YB noch wichtiger als bei Basel, weil die Berner keine Gigi Oeri haben, die wenn nötig jederzeit neues Geld investieren kann.

Wenn YB verliert, ist ganz Bern nervös

Ich mag die offensive Philosophie von Petkovic. Anderseits fehlt ihm die internationale Erfahrung von Fink. Beide Trainer werden ihre Teams auf Sieg spielen lassen, auch wenn für YB ein Unentschieden gut ist. Wer nicht auf Sieg spielt, hat schon verloren.

Ich tippe auf 2:1 für die Basler. Erstens weil sie die Punkte mehr benötigen, zweitens wegen des Heimvorteils. Auf alle Fälle gibt es ein Riesen-Showdown. Und wenn YB verliert, dann ist ganz Bern nervös.»

play Timo Konietzka (71), erster Bundesliga-Torschütze, Ex-FCZ- und GC-Trainer: «Messi ist der kompletteste Spieler von allen. Pelé spielte nur in der Spitze, Maradona hatte noch seine privaten Probleme. Messi aber spielt auch hinten mit und ist sehr stark im Abschluss. Er ist noch ein Bub, ihn muss man einfach gern haben. Messi ist mein Favorit.» (Blick)

Top 3

1 Versöhnung in Bern FCB-Dragovic entschuldigt sich mit Trikot bei Maurerbullet
2 FCB-Flegel Dragovic muss sich bei Maurer persönlich entschuldigenbullet
3 Vertrag bis 2015 Doppelter Degen bei Basel!bullet

Fussball