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Das Sanierungspaket zur Rettung des FC St. Gallen sieht gut aus. Auf den ersten Blick.
Die Banken verzichten auf Forderungen, Investoren schiessen Millionen ein – aber nur, wenn Stadt und Kanton mit 6 Millionen Franken mithelfen, die drei Gesellschaften auf eine solide Basis zu stellen.
Es ist nicht sicher, ob Stadt- und Kantonsparlament das durchwinken. Denn es existiert kein Plan B. Der Tenor lautet: Helft ihr uns nicht, ist alles aus. Keine Lizenz, Abstieg, Katzenjammer. Man setzt der Politik das Messer an den Hals. Wer nicht Ja sagt, ist gegen Fussball. Das ist Erpressung.
Natürlich ist der FC in der Ostschweiz eine Institution. Er steht für ein Stück lebendiger Kultur. So wie die Oper an vielen Orten vom Steuerzahler mitfinanziert wird, soll es nun auch mit dem Fussball geschehen, argumentieren einige.
Hätten die potenziellen Machthaber wenigstens versprochen, dass sie alte Seilschaften kappen, neue Köpfe einsetzen, fiele der Entscheid leichter. Denn niemand traut der alten Führungsgarde über den Weg. Aber selbst dann wäre die
Sanierung mit Steuergeldern eine zweifelhafte Aktion.
Ein Szenario wie in St. Gallen ist auch in Luzern, in Thun oder in Zürich möglich. Und dann könnte der St. Galler Entscheid Signalwirkung haben. Gehts schief, gibts immer noch ein Sicherheitsnetz. Einmal – und immer wieder.
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Christian Bürge – Reporter BLICK-Gruppe. (Philippe Rossier)