Jetzt schuften sie wieder! BLICK beim Trainingsstart in der Super League

Die Rückrunde in der Schweiz beginnt schon bald. Zeit also, die Muskeln auf Vordermann zu bringen. BLICK stattet den Super-League-Klubs in ihrer Vorbereitung einen Besuch ab.

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Fussball

Raiffeisen Super League

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Basel 18 49:15 47
2 YB 18 42:24 35
3 Sion 18 38:31 29
4 Luzern 18 36:33 29
5 GC 18 26:32 22
6 St. Gallen 18 20:27 21
7 Lausanne 18 30:34 18
8 Lugano 18 23:35 18
9 Thun 18 23:34 16
10 Vaduz 18 21:43 16
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YB: «Wir können uns nicht nur auf den Cup konzentrieren»
«Das Ziel? Das Ziel ist doch klar: Wir wollen die Champions League gewinnen. Das ist unser Rückrundenziel!» Guillaume Hoarau macht sich durchaus lustig über die immergleichen Journalistenfragen, die von einem Lokal-TV-Mann kommen. Was soll denn der Liga-Topskorer (13 Tore, Schnitt von eins pro Spiel) auch sagen? Dass man den Sechs-Punkte-Vorsprung auf Sion und Luzern preisgeben will, um Vierter zu werden? Oder dass man den 12-Punkte-Rückstand auf Basel aufholen und doch noch Meister werde?

Egal. Und ohnehin spricht in dieser Rückrunde in Bern alles nur vom Cup und von der grossen Titelchance nach dem letzten Cupsieg 1987. Geblendet vom (wohl einfachen) Heimlos im Viertelfinal gegen Winterthur. Doch ausgeblendet wird scheinbar, dass mit Basel und Sion die beiden weiteren grossen Teams der Liga ebenso noch im Bewerb sind wie auch der Vierte Luzern und Promotion-League-Überflieger FCZ. Es braucht also wohl zwei grosse, ja ganz grosse Siege, um den Titel zu holen.

Das weiss einer ganz genau: YB-Trainer Adi Hütter. «Wir können uns doch nicht einzig auf den Cup konzentrieren», sagt er. «Wir spielen in der Meisterschaft gleich gegen Sion und Luzern. Da gilt es – vor allem gegen das starke Sion – erstmal Platz zwei zu verteidigen.» Der Österreicher ist durchaus optimistisch. «Unsere letzte Niederlage datiert von Ende August. Wir haben das im Herbst nicht so schlecht gemacht, denke ich.»

Und deshalb wirds im Kader auch keine grossen Retouchen geben. Mit Ausnahme von Wölfli, Benito (der überdies verletzt ist), Bürgy und Mvogo, welche den Sportler-Spezial-WK in Magglingen absolvieren, und des langzeitverletzten Wüthrich (er fällt nach seiner Kreuzbandverletzung die gesamte Saison aus) waren gestern alle Mann da. Ausser Milan Vilotic. Der kann dann beginnen, wenn die U21 loslegt. Mit von der Partie war hingegen Milan Gajic, der zweite nicht mehr erwünschte Serbe. In beiden Fällen wird eine «Lösung» angestrebt, sprich ein Transfer. Gefunden ist ein Abnehmer für die teuren Spieler indes noch nicht.

FC Basel: Trotz garstigen Bedingungen hat Delgado Lust auf Fussball
Der Mann ist ein harter Hund. Als einer der wenigen erscheint FCB-Captain Matias Delgado zum Trainingsauftakt mit kurzen Hosen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. «Ich kann nicht mit langen Hosen trainieren, das ist unkomfortabel», sagt der Argentinier. 

Trotzdem hätte er nichts dagegen, wenns bald wärmer wird. Auf die Frage, ob er auch in der nächsten Saison für den FCB spielen wird, antwortet der Routinier mit einem Schmunzeln: «Fragen Sie mich nochmal, wenn es wärmer wird.»

Die Festtage hat Delgado bei seiner Familie in Buenos Aires bei sommerlichen 25 Grad verbracht, klar ist es schwer, in die winterliche Schweiz zurückzukehren: «Der erste Tag nach den Ferien ist immer der schlimmste.» 

Dass Delgado trotz garstigen Bedingungen noch immer Lust auf Fussball hat, demonstriert er im ersten Training des neuen Jahres, im abschliessenden Trainingsmatch bereitet Delgado drei Tore in gewohnt magistraler Art und Weise vor.

Auch im Herbst seiner Karriere hat der Regisseur nichts von seiner Kreativität, seiner Spielfreude eingebüsst. Ob er dies auch in der nächsten Saison tun wird? Der Ball liegt seit Wochen beim ihm.

FCB-Präsident Bernhard Heusler sagte Anfang Dezember, dass die Beziehung zu Delgado so besonders sei, dass der Spieler nahezu selber bestimme, ob sein Vertrag verlängert wird und er eine Saison anhängen will oder nicht.

FC Sion: Zeidler bangt um die Rückkehr zweier Stars
Es ist die Generation 99, die es Zeidler und Präsident Christian Constantin angetan haben. Weshalb die Chefstrategen diesen Jahrgang (und auch einige 98er) forcieren wollen. Zeidler: «Die beiden ersten Vorbereitungswochen inklusive Trainingscamp sind für eine solche Sichtung ideal.» So komplettieren Bertelli, Da Costa, Berchtold, Toma, Raherinaivo und Pinga das 22-Mann-Stammkader des Tabellendritten.

Dies auf Kosten der Herren Boka, Mboyo, Ciss, Cmelik, Özcan und Yartey, die in die zweite Mannschaft relegiert wurden. Zeidler: «Dort wird auch unter Profibedingungen trainiert. Und wenn einer in der Promotion League richtig durchstartet, besteht die Chance auf einer Rückkehr durchaus.»

Nicht mit dabei sind derzeit auch zwei der etatmässigen Stürmerstars: Moussa Konaté (Senegal) und der abwanderungswillige Ebenezer Assifuah (Ghana) stecken mit ihren Nationalmannschaften in den Vorbereitungscamps für den Afrika-Cup in Gabun, der am 14. Januar beginnt.

Zeidler ist davon nicht sehr angetan: «Die trainieren dann doch kaum und essen viel. Und in die Startelf ihrer Länder stehen sie auch nicht. Der Final dieses Anlasses findet am 5. Februar in Libreville statt. Doch just an diesem Datum steigt auch bei uns ein wichtiges Spiel, an dem ich sie lieber sehen würde.» Klar: Dann ist Rückrundenstart. Und Sion spielt das für Platz zwei wegweisende erste Rückrundenspiel in Bern bei YB.

Den zum türkischen Zweitligisten Sivasspor abgewanderten Fanis Gekas soll nach dem Wunsch von CC und Zeidler mehr denn je Schaffhausens Shkelqim Demhasaj. Zeidler bestätigt Gespräche mit dem Schweiz-Kosovaren und dessen Lust auf einen Wechsel zu Sion. Schaffhausens Neo-Trainer Murat Yakin wird im «Matin» so zitiert, dass er nur auf Spieler setze, die Lust hätten, den Klub zu retten. Das tönte nicht so, als ob Demhasaj dazugehöre. Hinter dem 20-Jährigen ist auch der FC Luzern her.

Publiziert am 04.01.2017 | Aktualisiert am 06.01.2017

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