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(EQ Images)
Nichts scheint im Fussball derzeit mehr unmöglich. Vor allem nicht in der deutschen Bundesliga. Da feuert der FC Bayern Jürgen Klinsmann und holt Opa Jupp Heynckes. Da wird mitten im spannenden Meisterkampf bekannt, dass Wolfsburg-Coach Felix Magath im Sommer zu Schalke wechselt.
Und nun taucht plötzlich auch der Name von FCB-Trainer Christian Gross in der Gerüchteküche auf – wie schon so oft.
Bei Tabellenführer Wolfsburg läuft die Suche nach einem Magath-Nachfolger auf Hochtouren. Auf der Liste stehen prominente Namen wie Bernd Schuster, Mirko Slomka, Christoph Daum, Matthias Sammer und Armin Veh.
Vieles deutet auf Gross hin
Dazu soll auch ein deutschsprachiger Coach aus dem Ausland im Gespräch sein. Klar, dass vieles auf Gross hindeutet. Schliesslich verhandelte er bereits 2003 intensiv mit dem VW-Klub, zählte beinahe nach jeder Trainer-Entlassung zu den Kandidaten. Auch beim HSV, bei Schalke, Dortmund und Gladbach war er schon ein Thema.
Jetzt also in Wolfsburg. Und auch beim anderen Werksklub, Bayer Leverkusen, soll sein Name schon gefallen sein. Hintergrund: Bayer plant trotz Vertrag nicht mehr mit Bruno Labbadia. Der ehemalige Stürmer verhandelt sogar schon mit seinem Ex-Klub Kaiserslautern, der gerade um den Aufstieg in die Bundesliga kämpft. Tatsache: Vereinsboss Stefan Kuntz ist ein dicker Kumpel von Labbadia, die beiden wurden 1991 gemeinsam Deutscher Meister.
Abflug im Sommer?
Macht Gross im Sommer nun also doch noch den Abflug Richtung Deutschland? Zwar beteuert der FCB-Coach immer wieder, dass er mit Basel noch vieles vorhabe und seinen Vertrag im vergangenen Winter gerade erst bis 2011 verlängert habe. Aber es gibt auch einiges, was dafür spricht, dass er seinen Kontrakt nicht erfüllen wird.
Nach dem Double-Sieg der letzten Saison und der sensationellen Qualifikation für die Champions League droht der FCB nun leer auszugehen. Der Cup-Traum ist schon ausgeträumt, in der Meisterschaft könnten alle Hoffnungen auf die Titelverteidigung am Sonntag in Zürich gegen den FCZ zu Ende gehen. Auch wenn Gross hofft: «An Widerständen kann man wachsen. Wir haben noch Luft.»
Enttäuschte Hoffnungen
Realistischer ist aber: Uefa-Cup statt Königsklasse, kein Titel statt Double. Das haben sich sowohl Gross als auch die FCB-Verantwortlichen ganz anders vorgestellt.
Dazu ist schon jetzt klar, dass es im Sommer keine millionenschweren Neuzugänge geben wird. Da würde Gross ein Angebot aus der Bundesliga gerade recht kommen. Und auch beim FCB könnte man der mittlerweile fast zehn Jahre dauernden Ära so ohne grosses Theater ein Ende setzen.
Die Gerüchteküche um Gross brodelt wieder mal – und das ausgerechnet in der Woche der Wahrheit, in der sich der Titelkampf entscheidet.
Mitarbeit: Rolf Triulzi