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Florian Stahel vor dem Löwen-Denkmal in Luzern.
(Toto Marti)Löwendenkmal Luzern, –10 Grad, bitterkalt! Florian Stahel (26) schaut sich kurz vor dem Rückrunden-Auftakt das Monument für tote Schweizergardisten an. Jene haben ihre Knochen für den französischen König hingehalten – und einen hohen Preis bezahlt.
Stahel, der Luzerner Captain. Nach 11 Jahren beim FCZ ist der Ur-Zürcher der FCL-Anführer. Ausgerechnet gegen seinen Herzensverein trägt er heute die Binde zum ersten Mal. Um seine Wahl gabs einen Riesen-Wirbel. Murat Yakin hat Stahel nach nur 6 Monaten im Klub verdienteren Luzernern (Zibung, Renggli, Gygax) vor die Nase gesetzt.
Vor der imposanten Kulisse sagt Stahel: «Nach der zweiten Verletzung in Zürich war es schwierig für mich. Ich wollte unbedingt zurück ins Team. Eine richtige Chance bekam ich nie. Jetzt läufts wieder rund. Ich habe den Wechsel nie bereut.»
Trotzdem wohnt er weiterhin in Zürich, wo er aufgewachsen ist. Mit seinem Mini flitzt er ständig hin und her. «Es sind ja nur 40 Minuten pro Weg.»
Trainer Yakin stört das nicht: «Flo ist offen für Luzern. Er interessiert sich auch neben dem Platz sehr für die Stadt.»
Stimmt das wirklich? BLICK bittet den Neo-Captain zum grossen Luzern-Test! Tatsächlich, bei Jahreszahlen ist Stahel souverän. Letzter Cupsieg, Meistertitel, Brand der Kappellbrücke – er weiss die Daten mühelos.
Bei den Personen wird es kritisch. Stadtpräsident Urs W. Studer kennt er nicht. Auch bei Bruder Fritschi muss er passen (siehe Video). Politik ist nicht jedermanns Sache, und die Fasnacht kommt erst noch.
Den Knüller liefert Stahel erst beim Direktvergleich. «Zürich oder Luzern – wer hat die besseren ...?» Ausgang und Fans bewertet er unentschieden. Anders bei der Frauen-Frage: «In Zürich sind die Frauen schöner – meine Freundin kommt von dort!» Ob das heute Pfiffe hagelt?
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