
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
play
Grüezi: Bobadilla gestern bei der Ankunft im Flughafen Kloten. (Urs Lindt)
Raul Bobadilla (24) lacht übers ganze Gesicht: Es ist kurz nach 19 Uhr, als Flug LX 3637 aus Düsseldorf in Zürich landet.
Empfangen wird der Argentinier von YB-Scout Ingo Winter. «Es waren schwierige Verhandlungen», erzählt Winter. Er war gestern Abend noch in Mönchengladbach, um die letzten Details des Millionen-Deals klar zu machen.
«Ich freue mich, wieder in der Schweiz zu sein», sagt Bobadilla zu BLICK. «Ich kenne das Land, die Liga. Es wird mir nicht schwer fallen, mich einzuleben. Ich bin fit, habe gut trainiert in Deutschland. Wenn mich der Trainer bringt, bin ich fürs erste Spiel gegen Servette bereit!»
Für GC erzielte Bobadilla in der Saison 2007/08 19 Tore. Dann war er länger verletzt, brachte es in 14 Spielen dennoch auf 9 Treffer. Im Juni 2009 wechselte er für 6 Millionen Franken zu Gladbach.
Dort wurde Bobadilla nicht richtig glücklich (8 Tore in 56 Spielen). Zwischenzeitlich wurde der Argentinier nach Griechenland an Aris Saloniki ausgeliehen. Unter Borussen-Trainer Lucien Favre hatte er zuletzt nicht einmal mehr einen Platz auf der Ersatzbank.
Jetzt hat sich YB also den argentinischen Stürmer gesichert, auf einem Markt, der «praktisch ausgetrocknet ist» (Ingo Winter).
Auch der FC Luzern war an Bobadilla dran. BLICK will von ihm wissen: Warum haben Sie sich für YB entschieden? Bobadilla: «Young Boys ist ein ambitionierter Klub. Wir können den Europacup erreichen. Der Klub hat mich geholt, weil er etwas erreichen will. Man will hier Titel gewinnen. Das will ich auch.»
YB hat für Bobadilla tief in die Tasche gegriffen. Die Ablöse betrug laut BLICK-Informationen rund 2,5 Millionen Franken. Bobadilla wird zum Berner Spitzenverdiener (ca. 1 Million Jahresgehalt). Er erhält einen Vertrag bis 2015.
Doch siehe da: Die Reise nach Bern treten Millionen-Stürmer Bobadilla und YB-Scout Winter im Zug an. «Weils einfach praktischer ist», sagt Winter. «Und weil man die Beine strecken kann», sagt Bobadilla und lacht.