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Sion-Präsident Constantin war im Busch «Ich habe die Elefanten-Prüfung»

CC war in Afrika und Sion ist souveräner Leader. Weil er seinem Trainer bloss Tipps aufgrund von Ferndiagnosen geben konnte?

  • Aktualisiert: 13.08.2012
  • Von Alain Kunz

BLICK: 17 Tage waren Sie in Afrika. Was haben Sie dort getrieben?
Christian Constantin:
Ich war in Namibia, Botswana und Mosambik. Ich habe die Landschaft genossen, war auf Safari und habe das Meer auf kleinen Inseln erlebt.

Da sind Sie bestimmt auf Elefanten rumgeritten?
Klar. Im Übrigen bin ich legitimiert, sie allein zu reiten. Ich habe vor ein paar Jahren in Thailand den Elefanten-Führerausweis gemacht.

Waren Sie alleine in Afrika?
Ich habe ein miserables Gedächtnis…

Haben Ihnen die drei Länder ge­fallen?
Und wie! Ich war mit meinen Kindern vor kurzem eine Woche in New York. Das war auch toll. Doch Schwarzafrika ist ein fantastischer Kontrast dazu. Alles ist dort noch so natürlich, fast ideell.

Sie haben erstaunlich wenig tele­foniert auf ihrem Trip?
Meistens hatte ich ja auch kein Netz… Ich habe mich sporadisch erkundigt, ob im Klub alles in Ordnung sei. Aber es stimmt: Ich wollte bewusst nicht erreichbar sein.

Ihr Posteingang muss ziemlich voll gewesen sein?
Es waren 2340 SMS bei meiner Rückkehr.

Haben Sie alle beantwortet?
Da merkt man, wie viele SMS gar keine Daseinsberechtigung haben. Die meisten habe ich gelöscht.

Die beiden Sion-Spiele während Ihrer Ferien haben Sie nicht gesehen?
Nein. Aber ich habe sie mir auf dem Internet über unser Web-Radio angehört. Und dann dem Trainer meine Ferndiagnose mitgeteilt.

Wie bitte?
Klar doch. Wenn ich am Radio höre, dass von Didier Crettenand wenig kommt, dann müssen wir das beheben, zum Beispiel mit einer anderen Aufstellung. Oder wenn ich höre, dass ein Corner indirekt ausgeführt wird, dann sage ich dem Trainer, dass die Jungs damit aufhören sollen, weil praktisch keine Tore nach indirekten Cornern fallen.

Viel Grund zur Unzufriedenheit hatten Sie in ihrer Abwesenheit aber nicht?
Das stimmt. Allerdings müssen sich unsere Neuen, vor allem Leo und Oussama Darragi, erst noch vollständig integrieren. Wir sind erst bei sechzig Prozent unseres Potentials angelangt.

Sechzig Prozent? Da muss der Konkurrenz angst und bange werden?
Die Konkurrenz ist bisher erst mittelmässig.

Und Sion plötzlich Titelkan­didat Nummer eins…
Nein. Das ist und bleibt der FC Basel.

Sie haben sich die Haare geschnitten.
Ich war ja in Afrika, da muss man die Haare doch kurz tragen?

Warum?
Das ist doch, wie wenn man ins Militär einrückt. Ohnehin lebte ich in Afrika grösstenteils wie in besseren WK-Unterkünften.

Offenbar haben Sie sich aber bestens erholen können?
Oh ja! Das tut zwischendurch gut, völlig abzuschalten, um durchzuschnaufen.

Beliebteste Kommentare

  • Paul  de Chésard
    Lieber Herr Constantin, nehmen sie die schönen Eindrücke aus Afrika mit, auch das " laisser faire, laisser vivre ", lassen sie Sion laufen und wir in Basel haben endlich einen Konkurrenten an dem wir uns messen können und der die Schweiz in der CL, oder EL würdig vertreten kann !!!
    • 14.08.2012
    • 31
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Alle Kommentare (6)

  • Peter  Keller , Solothurn
    Zum Glueck hat er wenigstens eine, diese Pruefung noch im Sack. Alle anderen wurden ihm ja zwischenzeitlich von irgend einem Gericht abgesprochen oder entzogen. Und wenn es im Wallis auch noch Elefanten gaebe USO-aehnlich, dann, ja dann ? Am Atoll gibts zum Glueck keine mehr - mfG
    • 14.08.2012
    • 6
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  • Werner   Werhub , GloBâle Tuvalu , Vaiaku / Fongafale
    aber scheinbar hat sein Verstand beim Haare schneiden nicht gelitten denn Titelkandidat Nummer eins ist immer noch ..........

    Gruss vom Atoll an den Süd-Fuss des Jura
    • 14.08.2012
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  • Paul  de Chésard
    Lieber Herr Constantin, nehmen sie die schönen Eindrücke aus Afrika mit, auch das " laisser faire, laisser vivre ", lassen sie Sion laufen und wir in Basel haben endlich einen Konkurrenten an dem wir uns messen können und der die Schweiz in der CL, oder EL würdig vertreten kann !!!
    • 14.08.2012
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    • Hektor  Rüdisüli , immer noch unten links
      Die Spieler, so wie der Trainer tun mir schon heute Leid!
      Wen die gegen ende Saison einbrechen, müssen wieder unzählige den Club verlassen welche heute noch Leistungsträger sind..
      So läuft es leider jedes Jahr im schönen Wallis..
      • 14.08.2012
      • als Kommentar auf Paul  de Chésard
      • 4
      • 13
  • Rees  Keller , Basel
    jetzt wissen wir wenigstens, weshalb sich C.C. manchmal wie ein Elefant im Porzellanladen aufführt ^^
  • beat  gerber
    Beat Gerber, Bern

    Sehr guter Input des Blicks: Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Trainerstab und Mannschaft um ein Einiges ruhiger und entspannter arbeiten können, als wenn der Patriarch im Stadion, bzw in der Kabine anwesend ist. Wir werden ja bald wissen ob an Ihrer "Theorie" etwas dran ist oder nicht. Mein Tipp: Sions Höhenflug zum Saisonbeginn wird nach CCs Rückkehr ins Wallis abruppt enden.

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Runde 33 Super League

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Basel 33 59:30 66
2 GC 33 41:30 60
3 St. Gallen 33 49:32 56
4 Zürich 33 54:42 49
5 Sion 32 36:45 45
6 Thun 33 41:42 44
7 YB 33 44:43 42
8 Luzern 33 35:46 36
9 Lausanne 33 25:47 27
10 Servette 32 24:51 23

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