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Und alles nützt nichts! Anfang der Woche nahm sich FCL-Boss Walter Stierli seine Spieler vor. Wusch ihnen in der Kabine den Kopf. Offenbar ohne Erfolg.
Denn gegen Thun gibt es wieder eine peinliche Vorstellung – 0:1-Pleite! 7. Niederlage im 11. Spiel für den Wintermeister, der von Rang 1 auf 5 gefallen ist.
Die Entscheidung fällt kurz nach der Pause. Erst erhält der FCL einen fragwürdigen Penalty (Foul von Schneider an Lustenberger). Doch Michel Renggli scheitert an Thun-Goalie David da Costa. Praktisch im Gegenzug bekommt Thun einen Freistoss zugesprochen. Benjamin Lüthi verwandelt direkt, Luzern-Goalie Zibung macht keine glückliche Figur.
Beim FCL regt man sich vor allem über den verschossenen Elfmeter auf. Michel Renggli sagt: «Scheisse! Wenn ich ihn reinmache, gewinnen wir die Partie.» Trainer Rolf Fringer hadert: «Wenn du einen wohlwollend gepfiffenen Penalty nicht reinmachst, wirds schwierig.»
Ein gellendes Pfeifkonzert begleitet die Luzerner Spieler in die Kabine. Einige sprechen sich mit den wütenden Anhängern aus. Klar, dass die Fans nicht mehr zufrieden sind mit ihrer Mannschaft. Fringer meint: «Unsere Leistungen sind zu dünn im Moment.»
Ganz anders Thun. Nach diesem Sieg ist das Team von Murat Yakin, der Aufsteiger, so gut wie gerettet. Yakin sagt: «Es war eine kämpferisch gute Leistung. Ob der Sieg allerdings verdient war oder nicht, lasse ich mal so im Raum stehen.»
Der FCL hofft gegen Bellinzona auf die Rückkehr von Murats Bruder Hakan, der mit Mama Emine auf der Tribüne sitzt. Aber es dürfte eng werden.