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Herr Landolt, haben Sie Ihr Stadion im Griff?
Ja. Aber ich bin froh, dass nichts passiert ist. Wären die Massen nach unten gestürzt, hätte es Kinder erdrücken können. Das hätte ein Drama wie an der Loveparade in Duisburg geben können.
Sie bezeichneten die Sachbeschädigungen beim St.Gallen-Match als eine «originelle Idee». Und heute?
Genauso. Das war eine originelle Demonstration. Solange die Fans die Sitze wieder anschrauben, ist es für mich nur ein Lausbubenstreich. Aber so etwas darf nicht wieder passieren.
Ein Lausbubenstreich? Das ist Sachbeschädigung!
Stimmt, es ist ein Anzeigedelikt. Aber das ist ein Problem des FCZ und nicht von mir.
Wie konnten die Fans Bohrer und andere Werkzeuge ins Stadion schmuggeln?
Am Spieltag kam nichts rein. Es wurde gut kontrolliert. Ich gehe davon aus, dass das Material am Donnerstag oder Freitag ins Stadion gebracht wurde.
Das bedeutet Hausfriedensbruch.
Nein. Der Letzigrund ist offen für alle. Die Zürcher Stimmbürger wollten eine offene Parkgarage im Stadion. Von dort aus kommt man direkt auf die Rundbahn und auf die Sitzplätze.
So kann doch jeder reinbringen, was er will.
Absolut. Es gibt täglich einige Leute, die auf den Sitzplätzen ihre Mittags-Sandwiches essen.
Wer schraubt die Sitze wieder an?
Ich habe mit den Fans eine Abmachung: Bis Montag um 12 Uhr geben sie mir Bescheid, ob sie die Sitze flicken oder nicht.
Sie haben das mit den Fans abgemacht?
Ja!
Falls sie die Sitze nicht anschrauben?
Dann werde ich dem FCZ eine Rechnung über mehrere zehntausend Franken schicken.
Sie zeigen die Fans nicht an?
Das ist die Sache des FCZ. Er ist der Veranstalter des Events. Den Fans wird wohl nichts passieren. Es werden ja kaum 2000 Stadionverbote ausgesprochen – da macht Ancillo Canepa nicht mit. Er befürwortet die Stehplatz-Forderung der Fans.
Sie und Ihre Sicherheitsleute schritten nicht ein, Sie nehmen die Aktion ganz cool.
Es bringt nichts, einen Krieg mit den Fans zu starten. Aber sie müssen jetzt Grösse zeigen, sonst verspielen sie den Goodwill.
Müssen Sie sich bei der Stadt Zürich, Ihrem Arbeitgeber, für den Vorfall vom Samstag verantworten?
Nein, mein Chef, Stadtrat Gerold Lauber, war auch am Spiel. Er sieht die Sache genau wie ich.
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Peter Landolt nimmt die Fan-Aktion locker. (Walter Keller)