Der neue GC-Medienchef Adrian Fetscherin geht ungewöhnliche Wege. Er feiert auf der GC-Website den gescheiterten Wechsel von Salatic zum FC Basel. Das gefällt nicht allen.
play
GC-Pressesprecher Adrian Fetscherin geht neue Wege in der Kommunikation.
(EQ)Nur wenige Minuten nachdem Blick.ch gestern Nachmittag das 4-Millionen-Angebot von Basel für GC-Mittelfeldmotor Vero Salatic (26) exklusiv enthüllt hat, greifen auch die Grasshoppers ins Geschehen ein. «FCB will Salatic – GC sagt Nein!», steht in riesigen Buchstaben auf der offiziellen GC-Website geschrieben (siehe Bild oben). Zudem flattert eine Medienmitteilung mit der gescheiterten Transfermeldung in die Redaktionsstube.
Damit schlägt der Rekordmeister in Sachen Kommunikation neue – und vor allem branchenunübliche – Wege im Schweizer Klubfussball ein. Denn: Gescheiterte Transfers finden nur selten den direkten Weg an die Öffentlichkeit. Und wenn, dann sickert die Information mit Verspätung durch eine Indiskretion eines Spielers, eines Offiziellen oder eines Beraters durch.
Die Frage stellt sich, wie eine solch aggressive Informationspolitik beim FC Basel ankommt. «Kein Kommentar», sagt Basels Medienchef Josef Zindel. «Wir möchten dies nicht kommentieren.»
GC-Medienchef Adrian Fetscherin (Ex-Teleclub-Sportchef und Kloten-Investor) spricht im Interview mit Blick.ch über seine Beweggründe.
Herr Fetscherin, auf der GC-Website feiern Sie den Nicht-Transfer von Veroljub Salatic. Drehen Sie jetzt vollkommen im rot-blauen Bereich?
Hätten die Medien nicht zuerst über den geplatzten Transfer berichtet, wären wir bei GC nie auf die Idee gekommen, eine Stellungnahme zum «Fall Salatic» abgegeben. Die Nachricht gelangte vom FC Basel an die Medien, obwohl zwischen GC und Basel eigentlich ein Stillschweigeabkommen bestand. Wir waren sehr überrascht. Anschliessend war es mir wichtig, dass die GC-Fans nicht nur von den Medien, sondern auch von GC direkt zum «Fall Salatic» informiert werden.
Aber Ihre Stellungnahme hört sich wie eine Siegesmeldung an.
Mir war einfach wichtig, dass auch die GC-Fans über unsere Website direkt informiert werden. GC wurde jahrelang vorgeworfen, zu wenig aktiv mit den Fans zu kommunizieren.
Sie sind also nicht schadenfreudig, es den Baslern endlich wieder einmal gezeigt zu haben?
Nein, überhaupt nicht. Aber unsere Botschaft ist jetzt klar: Wir wollen bei GC alle Mann an Bord behalten. Unsere Mannschaft fällt nicht auseinander.
In Basel kommt Ihre Kommunikation wohl nicht gut an.
Ich wollte Basel nicht erzürnen. Der FC Basel hat nichts Verwerfliches getan. Es war auch kein unmoralisches Angebot vom FCB. Die Basler wollten ihr redlich verdientes Geld sinnvoll in Salatic investieren. Das ist völlig legitim. Ich verstehe die Aufregung nicht.
Auffallend ist, dass Sie mit GC ganz neue Wege in der Kommunikation gehen.
Ja, wir wollen unsere Fans möglichst nahe am Leben des Clubs teilnehmen lassen. Ein Nicht-Transfer zu melden ist neu in der Schweizer Fussballlandschaft. Ich gebe zu, wir kommunizieren anders als andere Klubs. Wer sonst zeigt den Fans bei Heimspielen Live-Bilder aus der Kabine?
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | YB | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Aarau | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Basel | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Lausanne | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Luzern | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Sion | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | St. Gallen | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Thun | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | Zürich | 0 | 0:0 | 0 |
| 1 | GC | 0 | 0:0 | 0 |
Beliebteste Kommentare
Alle Kommentare (52)