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GC feiert Nicht-Transfer Herr Fetscherin, drehen Sie wegen Salatic im rot-blauen Bereich?

Der neue GC-Medienchef Adrian Fetscherin geht ungewöhnliche Wege. Er feiert auf der GC-Website den gescheiterten Wechsel von Salatic zum FC Basel. Das gefällt nicht allen.

  • Publiziert: 04.09.2012
  • Von Micha Zbinden und Benedikt Widmer

Ist es geschmacklos von GC, einen Nicht-Transfer derart zu feiern?»

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GC-Pressesprecher Adrian Fetscherin geht neue Wege in der Kommunikation.

(EQ)

Nur wenige Minuten nachdem Blick.ch gestern Nachmittag das 4-Millionen-Angebot von Basel für GC-Mittelfeldmotor Vero Salatic (26) exklusiv enthüllt hat, greifen auch die Grasshoppers ins Geschehen ein. «FCB will Salatic – GC sagt Nein!», steht in riesigen Buchstaben auf der offiziellen GC-Website geschrieben (siehe Bild oben). Zudem flattert eine Medienmitteilung mit der gescheiterten Transfermeldung in die Redaktionsstube.

Damit schlägt der Rekordmeister in Sachen Kommunikation neue – und vor allem branchenunübliche – Wege im Schweizer Klubfussball ein. Denn: Gescheiterte Transfers finden nur selten den direkten Weg an die Öffentlichkeit. Und wenn, dann sickert die Information mit Verspätung durch eine Indiskretion eines Spielers, eines Offiziellen oder eines Beraters durch.

Die Frage stellt sich, wie eine solch aggressive Informationspolitik beim FC Basel ankommt. «Kein Kommentar», sagt Basels Medienchef Josef Zindel. «Wir möchten dies nicht kommentieren.»

GC-Medienchef Adrian Fetscherin (Ex-Teleclub-Sportchef und Kloten-Investor) spricht im Interview mit Blick.ch über seine Beweggründe.

Herr Fetscherin, auf der GC-Website feiern Sie den Nicht-Transfer von Veroljub Salatic. Drehen Sie jetzt vollkommen im rot-blauen Bereich?
Hätten die Medien nicht zuerst über den geplatzten Transfer berichtet, wären wir bei GC nie auf die Idee gekommen, eine Stellungnahme zum «Fall Salatic» abgegeben. Die Nachricht gelangte vom FC Basel an die Medien, obwohl zwischen GC und Basel eigentlich ein Stillschweigeabkommen bestand. Wir waren sehr überrascht. Anschliessend war es mir wichtig, dass die GC-Fans nicht nur von den Medien, sondern auch von GC direkt zum «Fall Salatic» informiert werden.

Aber Ihre Stellungnahme hört sich wie eine Siegesmeldung an.
Mir war einfach wichtig, dass auch die GC-Fans über unsere Website direkt informiert werden. GC wurde jahrelang vorgeworfen, zu wenig aktiv mit den Fans zu kommunizieren.

Sie sind also nicht schadenfreudig, es den Baslern endlich wieder einmal gezeigt zu haben?
Nein, überhaupt nicht. Aber unsere Botschaft ist jetzt klar: Wir wollen bei GC alle Mann an Bord behalten. Unsere Mannschaft fällt nicht auseinander.

In Basel kommt Ihre Kommunikation wohl nicht gut an.
Ich wollte Basel nicht erzürnen. Der FC Basel hat nichts Verwerfliches getan. Es war auch kein unmoralisches Angebot vom FCB. Die Basler wollten ihr redlich verdientes Geld sinnvoll in Salatic investieren. Das ist völlig legitim. Ich verstehe die Aufregung nicht.

Auffallend ist, dass Sie mit GC ganz neue Wege in der Kommunikation gehen.
Ja, wir wollen unsere Fans möglichst nahe am Leben des Clubs teilnehmen lassen. Ein Nicht-Transfer zu melden ist neu in der Schweizer Fussballlandschaft. Ich gebe zu, wir kommunizieren anders als andere Klubs. Wer sonst zeigt den Fans bei Heimspielen Live-Bilder aus der Kabine?

Beliebteste Kommentare

  • Thomas  Kohn
    GC hat jahrelang alles verkaufen müssen, was ein wenig Fussball spielen konnte. Die Freude, dass sie nun mal einen guten Spieler halten konnten, sei ihnen gegönnt.
  • Thomas  Müller , Zürich
    Das hat doch nichts mit Feiern oder gar Häme zu tun! Der GC kommuniziert einfach transparent und hat seinen Anhängern ermöglicht, sich direkt beim Club - und nicht bloss bei blick.ch - zu informieren. Bare Fakten, fern von jeder Spekulation. Weiter so!

Alle Kommentare (52)

  • Ruedi  Schwarz , Zürich , via Facebook
    Basel will die Gegner schwächen, da sie Angst haben, dass sie dieses Jahr nicht Meister werden mit dem jetzigen Kader.
  • Dominik  Calvetti
    Basel steckt in einem Umbruch. Logisch, dass man da gute Spieler kontaktiert. Da ich davon ausgehe, dass Herr Häusler in der Abwicklung alles recht gemacht hat, ist diese Reaktion sehr höhnisch. Nun, Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. GC sollte sich an die vergangenen Saisons erinnern.
  • Christoph  Meier , Oberkirch , via Facebook
    GC hat richtig entschieden und den Fans sofort mitgeteilt, was Sache ist! Man will das aktuelle erfolgreiche Team nicht wegen einem guten Angebot auseinander fallen lassen. Der neue Kommunikations-Chef Adrian Fetscherin macht einen guten Job. Dass Basel sein Team verstärken will, ist verständlich. Dann sollten sie sich aber andersweitig umschauen. Diese Saison wird für sie härter, denn die Abgänge von Shaquiri oder Xhaka kann man nicht so schnell kompensieren.
  • Mark  Bitterli , St.Gallen
    Komisch dass Salatic nie Stellung bezieht. Wahrscheinlich wurmt ihn die verpasste Chance den Durchbruch bei einem international erfolgreichen Verein zu schaffen...
    • Gygax  Ricco , Zürich
      Salatic hatte Stellung bezogen und gesagt das er voll und ganz hinter der Philosophie des Vereines steht und deshalb bleiben wil..
      • 05.09.2012
      • als Kommentar auf Mark  Bitterli , St.Gallen
      • 40
      • 9
  • Christian  Hepting
    Was soll diese ganze Diskussion? Der GC macht das, was wir Fans von einer professionellen Kommunikation erwarten: Klar Stellung zu beziehen, dass das Herz, die Seele und die Identifikationsfigur der Hoppers ein Hopper bleibt! Unglaublich, dass darüber so ein Theater gemacht wird. Forza GCZ!
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Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 YB 0 0:0 0
1 Aarau 0 0:0 0
1 Basel 0 0:0 0
1 Lausanne 0 0:0 0
1 Luzern 0 0:0 0
1 Sion 0 0:0 0
1 St. Gallen 0 0:0 0
1 Thun 0 0:0 0
1 Zürich 0 0:0 0
1 GC 0 0:0 0

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