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Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte. So abgedroschen dieses Sprichwort ist, so treffend ist es häufig. Als bei der Medienkonferenz des FCB die Frage auftaucht, ob die Basler in den nächsten Tagen noch einen Transfer bekannt geben werden, können sich die Exponenten ein Grinsen nicht verkneifen.
Coach Thorsten Fink, Alex Frei und Vize-Präsident Bernhard Heusler schauen sich kurz in die Augen – dann sagt Heusler ausweichend: «Wir suchen für Marko Perovic noch eine Lösung. Und natürlich beobachten wir den Markt. Aber ich glaube nicht, dass es von unserer Seite Breaking News geben wird.»
Kommt wohl darauf an, was man unter «Breaking News» genau versteht.
Denn der Transfer von Gilles Yapi zum FCB ist nach BLICK-Informationen nur noch Formsache. Hat der Ivorer sogar schon unterschrieben?
«Ich weiss nicht, ob Yapi schon bei Basel unterschrieben hat. Das ist für uns auch nicht so wichtig», sagt YB-Sportchef Alain Baumann. Und YB-Boss Stefan Niedermaier reagiert genervt: «Das müssen sie den FC Basel fragen.»
Doch die FCB-Verantwortlichen wie auch Yapi selbst wollen sich nicht weiter äussern.
In der Basler Mannschaft gehen die Spieler längst davon aus, dass Yapi in der nächsten Saison Rot-Blau statt Gelb-Schwarz trägt. Offiziell will das vor dem Kracher am Sonntag natürlich niemand bestätigen. Immerhin sagt Beni Huggel:
«Yapi ist ein toller Spieler. Ich würde mich freuen, wenn er kommt. Gute Spieler können wir immer gebrauchen.»
Der FCB-Abräumer glaubt, dass dieses heisse Thema die Young Boys vor dem Spitzenkampf heftig beschäftigt – trotz aller Dementis.
Huggel: «Ist doch logisch, das lässt sich doch gar nicht vermeiden. Die Spieler lesen doch auch Zeitung.»
YB-Coach Vladimir Petkovic spürt das auch. Insider berichten, dass der Kroate in den letzten Tagen extrem nervös wirkte. Im Training probierte er es im zentralen Mittelfeld mal mit, mal ohne Yapi. Bei den Fans ist die Nr.10 ohnehin längst unten durch (im BLICK).
Ob der Ivorer morgen im St. Jakob-Park überhaupt in der Startelf steht, entscheidet sich erst Stunden vor dem Anpfiff.
«Mir ist egal, ob er spielt», sagt FCB-Trainer Fink, «wir müssen auf uns schauen.»
Abwehr-Boss David Abraham gibt aber zu, dass es «etwas anderes ist, ob Yapi auf dem Platz steht oder nicht».
Klar ist: Ob auf Rasen, Bank oder Tribüne – morgen werden alle Augen auf den kleinen YB-Spielgestalter gerichtet sein.