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Vor dem Spiel zeigen sich beide Trainer siegessicher. FCB-Coach Thorsten Fink weiss (scheinbar) das Patentrezept gegen Luzerns Captain Hakan Yakin: «Er kann gute Freistösse schiessen. Wenn er aber zu 70 Prozent dem Ball hinterherlaufen muss, ist das für ihn nicht optimal. Und dafür wollen wir sorgen.»
Luzern-Coach Rolf Fringer zeigt sich unbeeindruckt: «Basel wird nach der Pleite in Bellinzona reagieren. Ich erwarte einen starken FCB. Aber wir wollen trotzdem frech nach vorne spielen.»
Und so ging es trotz 18 Grad und Regen schnell heiss her auf dem Platz. In der 13. Minute drischt Daniel Gygax nach einem Zuspiel von Hakan Yakin die Kugel in die Maschen. Der Ball wird von David Abraham noch entscheidend abgelenkt. Die Basler haben daraufhin deutlich mehr Ballbesitz, doch es kommt nichts Zählbares raus.
Yakin reagiert auf schwache Nati-Leistung
Ganz anders bei Luzern. In der 33. Minute hebelt ein Doppelpass die gesamte Basler Abwehr aus. Initiant Hakan Yakin spielt zu Christian Ianu, dieser wieder auf den völlig freistehenden Yakin. Und anders als in der Nati nutzt Super-Haki seine Chance eiskalt aus. Er schnippelt die Kugel gefühlvoll über Costanzo und baut die Führung zum 2:0 zur Pause aus.
Costanzo sieht Rot nach rüdem Foul an Ianu
Nach dem Seitenwechsel will Basel die Feldüberlegenheit endlich auch in Tore ummünzen. Doch es kommt nicht soweit. Im Gegenteil: In der 51. Minute holt Franco Costanzo Christian Ianu unsanft zu Boden. Eine Dunkelrote Karte! Denn Ianu muss kurz darauf ausgewechselt werden. Die medizinische Abteilung von Luzern befürchtet einen Unterschenkelbruch.
Hakan Yakin lässt derweil dem neu eingewechselten Massimo Colomba keine Chance und erhöht mit einem satten Elfmeterknaller ins hohe Eck auf 3:0.
Yakin hat noch nicht genug
Das Spiel ist gelaufen. Basel ist in Gedanken bereits beim FC Sheriff, Luzern zieht sich zurück. Doch Hakan Yakin hat noch nicht genug. Der FCL-Captain zeigt nochmals all seine Klasse und findet nach einem Sturmlauf den Pass zu Janko Pacar. Dieser schliesst in der 71. Minute eiskalt ab, 4:0 für die Gäste!
In der 89. Minute erzielt Fwayo Tembo mit einem Distanzknaller noch den 4:1 Ehrentreffer. Doch das ändert nichts daran: Das ist eine ganz bittere Niederlage für den FC Basel.
Denn der FCB stürmt an, beherrscht über weite Strecken Raum, Ball und Gegner und verliert dennoch das Spiel und die Leaderposition an Luzern. Das Team von Rolf Fringer zeigt, angetrieben vom überragenden Hakan Yakin, exzellentes Konterspiel und lässt die Bebbi ins offene Messer laufen.