Dicke Post für die Basler Staatsanwaltschaft. Der FC Zürich klagt gegen die Basler Polizei. Dies, weil Philipp Burckhardt, Fan-Verantwortlicher des FCZ, durch den Gummischrot-Einsatz eines Basler Polizisten schwer im Gesicht verletzt worden ist. Beim Presse-Communiqué der Basler Polizei wurde dieser Vorfall bis jetzt nicht erwähnt.
In einem Communiqué holt der FCZ-Verwaltungsrat zum kollektiven Rundumschlag aus. «Das durch die Swiss Football League genehmigte Sicherheitsdispositiv rund um das St. Jakob Stadion, insbesondere das Zurückbehalten der Fans hat der FCZ schon mehrfach erfolglos kritisiert», heisst es im Schreiben des FCZ.
Ausserdem fordert der FC Zürich, dass das komplizierte Zu- und Abgangsprozedere aus dem Gäste-Fan-Sektor überdacht wird.
Scharmützel von Basel
BLICK hat mit dem FCB-Medienchef sowie dem Sicherheitsverantwortlichen des FCZ über die Scharmützel von Basel gesprochen. Lesen Sie darüber in der Freitags-Ausgabe des Print-BLICK.
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Stellungnahme der Basler Polizei, 13.30 Uhr
Die Basler Polizei sprach auf Anfrage von Blick.ch nach wie vor von einem gelungenen Einsatz. «Das Ziel des Einsatzes war, Unbeteiligte zu schützen, das haben wir erreicht», so Polizeisprecher Martin Schütz. «FCZ-Fans sind nach dem Match auf Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma losgegangen und haben diese mit Fackeln und Rauchpetarden beworfen, daraufhin wurde Gummischrot eingesetzt», begründet Schütz das Vorgehen der Basler Polizei. Das der offenbar im Gesicht getroffene Fan-Verantwortliche des FCZ nicht im Communiqué erwähnt sei, habe damit zu tun, dass sich niemand mit dem entsprechenden Vorwurf an die Balser Polizei gerichtet habe, begründet Schütz das Ausbleiben einer Stellungnahme.
Stellungnahme des FC Basel, 14.00 Uhr
Der FC Basel, Stadionbetreiber Basel United und die Basler Polizei haben als Reaktion auf die Medienmitteilung des FC Zürich umgehend reagiert und ihrerseits eine Stellungnahme abgegeben. Der FC Basel drückt darin sein Bedauern über die Verletzung des Fan-Verantwortlichen aus, kritisiert aber den FCZ für dessen vorpreschen über die Medien. Die zuständigen Institutionen betonen, dass das Sicherheitsdispositiv bis weit nach Spielende gegriffen habe. Die Scharmützel hätten erst begonnen, als FCZ-Fans wiederholt den Extrazug durch Ziehen der Notbremse zum Stehen gebracht hätten. Daraufhin stürmten Zugreisende auf ein Plateau ausserhalb des St. Jakob-Parks und bewarfen die Polizei mit Steinen.
Stellungnahme der SBB, 14.30 Uhr
SBB-Mediensprecher Roman Marti bestätigte auf Anfrage von Blick.ch, dass FCZ-Fans einen der beiden Extrazüge zwischen Basel und Zürich mindestens einmal durch Ziehen der Notbremse zum Halten gezwungen haben. Ausserdem ermittelt die Baselbieter Kantonspolizei wegen Störung des öffentlichen Verkehrs. Fans haben einen vorbeifahrenden Zug mit Gegenständen beworfen. Die Behörden ermitteln von Amtes wegen (Offizialdelikt). Am Rollmaterial selber ist nur geringfügiger Sachschaden entstanden. «In einem Fan-Zug sind zwei Sitzpolster herausgerissen und aus dem Zug geworfen worden», so Marti zu Blick.ch. «Für die Reinigung muss natürlich ein Mehraufwand in Kauf genommen werden, dies ist allerdings auch bei Veranstaltungen ähnlich grossen Ausmasses so, wie beispielsweise bei Open Airs», fügt Marti an.
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