Meister-Duell YB – FCB Goalie-Vergleich: Wölfli hat die Nase vorn

Ex-Nati-Goalie Erich Burgener (58) vergleicht die Torhüter von Leader YB und Verfolger Basel.

  • Publiziert: 02.02.2010, Aktualisiert: 14.01.2012
  • Aufgezeichnet von Max Kern

Marco Wölfli trainierte ich schon bei der U15-, der U16- und der U17-Nati. Er hat in den letzten zwei Jahren grosse Fortschritte gemacht. Er ist bei Leader YB ja nicht von ungefähr Captain. Marco hat sehr viel Selbstvertrauen gewonnen. Er überzeugt nicht nur als Linien-Goalie, sondern kommt auch auf hohe Bälle sehr gut raus. Auch bei Eins-gegen-eins-Situationen ist er sehr stark. Klar, kriegt auch er ab und zu mal ein faules Ei, aber das passiert jedem Torwart.

National ist Wölfli für mich hinter Diego Benaglio die klare Nummer 2. Gegen Israel hat er bravourös gehalten. Es war nicht einfach, so kurzfristig für Benaglio einzuspringen. YB ist nicht zufällig Leader, das schafft man nur mit einem guten Goalie als Rückhalt. Wäre ich YB-Trainer, würde ich Marcos Selbstvertrauen noch stärken, denn ich bin sicher: Er hat sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft.

Beim FC Basel wird, so habe ich gehört, wohl nicht Stefan Wessels, sondern Massimo Colomba im Tor stehen. Er machte früher beim FC Aarau einige ansprechende Spiele. Aber er ist sicher nicht einer der besten Goalies in der Schweiz.

Nur: Als Ersatz von Franco Costanzo hat er seine Sache bisher nicht schlecht gemacht. Und: In einem Spitzenspiel wie am nächsten Wochenende kann er dank seiner Erfahrung eine Topleistung bringen. Aber auf längere Sicht ist Colomba sicher weniger stabil als Marco. Colomba hat auch deutlich weniger Ausstrahlung. Darum ist für mich klar: Wölfli hat in diesem Duell die Nase vorn.»

play Massimo Colomba spielte bei Basel für den verletzten Stammgoalie Costanzo. (Kathi Bettels)

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