Wo sind öffentliche Gelder? Genfer Finanzprüfer fahren bei Servette ein

Der Kanton und die Stadt Genf verlangen eine Wirtschaftsprüfung beim kriselnden Super-League-Klub Servette. Sind die rund 500'000 Franken öffentliche Gelder wirklich bei den Junioren angekommen?

  • Publiziert: 20.02.2012

Wie der Westschweizer TV-Sender «TSR» berichtet, schickten die Behörden Ende letzte Woche einen entsprechenden Brief an Servettes iranischen Präsidenten Majid Pishyar ab.

Letztes Jahr bezahlten der Kanton und die Stadt für die laufende Saison nämlich je 250'000 Franken an die Nachwuchsförderung des Klubs.

Jetzt wolle man überprüfen, ob das Geld auch wirklich wie abgemacht für die Ausbildung junger Spieler verwendet worden sei, so Olivier Mutter, Direktor für Sport im Kanton Genf. Finanzexperten des kantonalen Sportdepartements sollen die Prüfung durchführen.

Der geforderte Einblick in die Servette-Bilanzen zeugt nicht von Vertrauen in Servettes Klub-Besitzer Pishyar. Der iranische Geschäftsmann fordert seit Wochen Geld von der Genfer Öffentlichkeit, um den drohenden Konkurs zu verhindern.

Servette hat offene Rechnungen in der geschätzen Höhe von 2,5 bis 4 Millionen Franken. Einige Gläubiger verschoben am Freitag ein Ultimatum bis Mitte dieser Woche und gewährten Pishyar damit weitere Zeit, um seine Schulden zu begleichen. (Si/wst)

Kommentare (1)

  • Martin  Felber , Buochs
    Der Religionsstaat IRAN hat ja genug Geld von den Erdöleinnahmen.
    Und könnte ja gut und gerne 5 Millionen Franken spenden.
    • 21.02.2012
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