Liebes GC-Tagebuch – 12. Januar
«Chunnsch hüt zabig in Uusgang, Hampe?», rief ein nach Gran Canaria mitgereister GC-Fan Hoppers-Trainer Hanspeter Latour von der Tribüne aus zu. Latour vermochte nur ein gequältes Lächeln aufzusetzen. Hinter dem Stadion Municipal von Vecindario hing über dem Meer ein Regenbogen, GC hatte soeben sein erstes Testspiel des Jahres verloren: 2:4 gegen Bröndby IF Kopenhagen.
Colina verletzt
Zu BLICK sagte Latour: «Wir haben zwei anständige Halbzeiten gesehen. Beide Halbzeiten haben wir mit einem Tor Unterschied verloren. Aber man konnte nicht erwarten, dass mit so vielen Umstellungen gleich alles klappt.» Sabanovic und Wohlen-Leihgabe Alain Schultz hatten zwischenzeitlich zum 2:2 ausgeglichen. Ärgerlich für Latour: Josip Colina, der für den in der Schweiz gebliebenen Abwehrchef Boris Smiljanic (Achillessehnen-Probleme) spielte, holte sich nach nur 20 Minuten schon eine Oberschenkelzerrung.
25 Minuten Warten vor dem Stadion
Schon die Vorbereitung aufs Spiel war abenteuerlich. Das Stadion war geschlossen, als die beiden Teams vorfuhren. 25 Minuten mussten GC und Bröndby vor verschlossenen Toren in der Sonne ausharren, ehe der Stadion-Platzwart erschien.
Zeit für GC-Captain Ricci Cabanas, um mit dem Dänen Peter Madsen über Kleinkinder zu plaudern. Die beiden spielten vor zwei Jahren beim 1. FC Köln. Und Latours Assistenztrainer Walti Grüter, er ist mit einer Dänin verheiratet, unterhielt sich mit Jan Christiansen. Im letzten Sommer wollte GC den damaligen Nürnberg-Spieler nach Zürich holen.
GC logiert auf Einladung des lokalen Turnier-Veranstalters (Teilnehmer: Gladbach, Las Palmas, Schachtjor Donezk und GC) in einem Fünfsterne-Tempel gleich am Meer.