
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
play
Antonio Dos Santos ist Experte für Standards. Er muss aber nach überstandener Verletzung die Feineinstellung seines linken Fusses üben. (Keystone)
Es geht mir gut, sehr gut sogar», sagt der Brasilianer, der in der Nacht auf den 20. März nach einem Spiel auf dem Heimweg eine Kurve verpasst hatte und mit seinem BWM X5 frontal in eine Hausmauer gedonnert war. «Ich bin für das Spiel gegen Vaduz im Kader.» Spielt er auch? Toni: «Ob ich von Anfang an spiele oder später reinkomme, entscheidet der Trainer.»
Hanspeter Latour, der Angesprochene, will sich in dieser Beziehung noch nicht in die Karten blicken lassen. Sicher ist: Dos Santos hat nicht vergessen, wo das gegnerische Tor steht. Seine Bilanz nach vier Spielen in der U21: Drei Tore, ein Assist.
Die Diagnose vor 227 Tagen auf der Intensivstation: Fuss zerquetscht, Hüftgelenk ausgerenkt. «Ich dachte, Toni sei tot!», sagte damals Augenzeuge und Teamkollege Vero Salatic.
Denkt Dos Santos täglich an seinen schlimmen Unfall, wenn er auf dem Arbeitsweg von seiner Wohnung Richtung GC-Campus in Niederhasli ZH an der Unfallstelle vorbei kommt? «Manchmal schaue ich rüber, meistens jedoch weg. Ich versuche, das alles zu vergessen.»
«Mit der Nummer 30, begrüssen Sie recht herzlich unseren Rückkehrer Antonio Toni Dos Santos!» So oder ähnlich wird der Stadionspeaker im Letzigrund heute den Brasilianer, der dem Tod von der Schippe gesprungen ist, willkommen heissen. Schiesst Toni auch wieder seine perfiden Freistösse? Dos Santos: «Mal schauen, erst muss ich meine Beine wieder kalibrieren.» Kalibrieren bedeutet fein einstellen.