Das sagt Erich Vogel
GC-Manager und Vizepräsident Erich Vogel erzählte im Campus in Niederhasli den Medien ausführlich seine Version der Geschichte, ging auf viele Details ein. «Zuerst tönte das Angebot wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht, und ich dachte an die versteckte Kamera. Aber ein Funken Hoffnung blieb», sagte Vogel.
Vogel verteidigte zuerst den dubiosen Volker Eckel – und damit natürlich auch sich selber. «Eckel hat nie gesagt, dass er über das Geld verfügt. Auch wenn er selber Schulden hat, ist es nicht unrealistisch, dass sein Halbbruder reich ist.» Später bezeichnete Vogel Eckel als schizophren.
Erich Vogel sprach von drei gravierenden Fehlern, welche die Grasshoppers gemacht haben.
1. «Wir haben nie gedacht, dass ein Partner von uns eine Geheimhaltungsklausel bricht.» (Bei Vertragsbruch kann die benachteiligte Partei eine Konventionalstrafe von zwei Millionen Euro einfordern.)
2. «Wenn der Deal seriös gewesen wäre, dann hätte sich die Klausel nicht als Rohrkrepierer erwiesen.» Und der BLICK hätte nicht darüber berichten können.
3. Vogel: «Wir hätten am Montag selber die Geheimhaltungsklausel brechen sollen.»
In seiner Verteidigungsrede versuchte Vogel, die Recherchen des BLICK zu kritisieren und vom eigentlichen Problem abzulenken. Dabei verstrickte er sich noch und noch in Widersprüche und lieferte weitere absurde Details.
Zum Beispiel: Man habe gewusst, dass Volker Eckel Pleite sei (was nicht stimmt, denn erst die Recherche des BLICK brachte diesen entscheidenden Fakt an die Öffentlichkeit), trotzdem habe er einen arabischen Halbbruder, der bereit sei, 300 Millionen in GC zu investieren. Wieso gibt der vermeintliche Halbbruder vorher nicht ein paar Franken dem mausarmen Eckel? Mehr noch: Er schickt ihn vor, um mit GC zu verhandeln.