
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Es ist so eine Sache mit letzten Chancen. Kaum sind sie verspielt, kommt die nächste letzte Chance. Im Fall von GC aber dürfte es nicht mehr viele davon geben. Vermasselt die GC-Führung den möglichen Deal mit Denner-Boss Philippe Gaydoul, dann wärs das wohl gewesen für lange Zeit.
Dass sich ein Unternehmer wie Gaydoul überhaupt Gedanken macht, GC in der jetzigen Situation zu übernehmen, ist bemerkenswert. Die Aktien bringen keine Rendite, und falls doch, dann bleibt der Gewinn aus einem möglichen Weiterverkauf bei GC und nicht beim Investor. So jedenfalls sehen es die Statuten des GC-Zentralvorstandes vor, an die sich auch die Fussballsektion zu halten hat.
Warum also sollte jemand in GC investieren? Aus Imagegründen. Weil GC eine Marke ist, sehr ramponiert im Moment, aber nach wie vor über die Landesgrenzen bekannt. Wer bei GC einsteigt, muss andere Motive haben als das schnelle Geld. Gaydoul hat genug Spaziermünz, doch er ist hungrig, nach wie vor. Grosse Aufgaben reizen ihn, je komplizierter, desto besser.
Das ist mit ein Grund, weshalb er sich vor Wochen zum Präsidenten von Swiss Ice Hockey hat wählen lassen. Dringende Entscheide stehen dort an. Ebenso bei GC. Dass er beide Ämter ausführen kann, ist keine Frage. Die Frage ist vielmehr, wann er GC umbauen wird.
Wahrscheinlich ist, dass Gaydoul, sollte der Deal klappen, in einem Jahr erst übernehmen wird. In der Zwischenzeit wird er die Erbverwalter Berbig und Spross eng führen und die Zukunft ohne sie planen. Wenn er`s denn macht. Die Partie ist noch offen. Es wäre eine letzte Chance für GC. Und irgendwann ist es dann wirklich die letzte.
play
Walter De Gregorio – BLICK-Sportchef