Fringer rechnet mit FCL ab «Ich wurde liquidiert!»

Vor zwei Wochen wurde FCL-Sportchef Rolf Fringer entlassen. Jetzt rechnet er mit seinem Ex-Klub ab.

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Am 7. Januar kommt es in Luzern zum Knall. Präsident Ruedi Stäger entlässt Sportchef Rolf Fringer. Angeblich wegen «unterschiedlicher Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung».

BLICK weiss: Fringer wollte den Vertrag mit Trainer Markus Babbel nicht verlängern und stattdessen ab Sommer Babbels Assistenten, Roland Vrabec, zum Cheftrainer befördern.

Fringer zu BLICK: «Ich hatte vor Weihnachten ein Exposé zusammengestellt. Darin habe ich aufgezeigt, weshalb Roland der richtige Mann für den FCL wäre. Roland ist ein absoluter Fachmann mit hoher Fachkompetenz. Die Spieler haben grossen Respekt vor ihm und seinem Fussballwissen. Ich würde seinen Anteil am Erfolg des FCL auf 80 Prozent beziffern. Er ist es, der das Team trägt.»

Fringer hatte zunächst die Rückendeckung von Marco Sieber, der im Verwaltungsrat für die sportlichen Belange zuständig ist. Davon wollte Sieber bei einer Telefonkonferenz mit den Investoren dann aber nichts mehr wissen. Stattdessen wurde Fringer entlassen.

Die Entlassung hat ihm schwer zugesetzt. «Als mich Präsident Ruedi Stäger nach Neujahr sprechen wollte, ging ich davon aus, dass er mir für meine geleistete Arbeit danken würde. Als ich vor einem Jahr kam, war der FCL Letzter. Das Team war kaputt. Ich habe Tomislav Puljic zurückgeholt, viele Einzel- und Gruppengespräche geführt. Wir sind heute auf Platz vier und stehen im Cuphalbfinal. Zudem hat der FCL mit den Transfers von Dario Lezcano und Remo Freuler vier bis fünf Millionen eingenommen. Diese beiden sowie Jantscher und Schneuwly im Sommer zu halten, war eine schwierige Mission.»

Fringer weiter: «Ich fühle mich wie einer, der wegen Mordes im Gefängnis sitzt und nicht einmal das Opfer kennt.» Fringer: «Eigentlich ist es eine Schweinerei, wie man mit mir umgegangen ist! Es ist hart, von Leuten liquidiert zu werden, die gar nicht vom Fussball kommen.»

Wie aus Fringers Umfeld zu erfahren ist, fühlt sich der ehemalige Naticoach von Präsident Stäger und Verwaltungsrat Sieber hintergangen.

Wie BLICK ausserdem erfuhr, hätte Fringer ein Papier unterschreiben sollen, das die Trennung «in gegenseitigem Einvernehmen» erfolgt sei. Fringer weigerte sich, das Schriftstück zu unterzeichnen.

Derzeit erholt sich Fringer unter der Sonne Thailands vom Schock. «Ich bin immer noch aufgelöst. Jetzt versuche ich, ein bisschen Abstand zu gewinnen von dem, was geschehen ist.»

Publiziert am 21.01.2016 | Aktualisiert am 21.01.2016

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52 Kommentare
  • alfred  Ferner aus stansstad
    22.01.2016
    NA JA, der FCL IST EIN LUSER VEREIN .. NICHT DIE SPIELER , ABER DIE CHEFETAGE !!! Ihr braucht überhaupt nicht der Finger auf Sion Constantin zeigen, der FCL kein biesen besser... Der FC SION hat ein President der geht durch Feuer für den Erfolg und die von Luzern , haben Millionären , auch ein Milliardär, aber machen sich voll in die Hosen um endlich x Investieren für den Erfolg ! immer wieder zu hören , der FCL hat kein Geld... und lässt x den Trainer etwas aufbauen minimum 2 bis 3 Saison .

  • Paul  Ottiger 22.01.2016
    Ich würde einen Lachkrampf kriegen, wenn jetzt auch noch Babel gehen würde. Dann würde wohl alle passen. Für mich als früherer FCL-Fan wird der Klub nur noch zur Lachnummer. Es sind zu viele Leute die nichts mit Fussball am Hut haben.
  • Lorenzo  Ciliberto aus Zürich
    21.01.2016
    Die Verantwortlichen beim FCL sollten jetzt jemanden finden, der schon bewiesen hat, dass er in diesem Job erfolgreich sein kann. Keine Experimente mehr bitte. Ich würde Andres Gerber nehmen.
  • Aegerter   Fritz aus Luzern
    21.01.2016
    Wer Intrigen spannt, und nicht gewinnt, der verliert, und manchmal auch den Job. So ist es im Leben.
  • Stefan  Globus 21.01.2016
    Es stimmt sicher wenn einige schreiben das man die Fakten nicht kennt und deswegen nicht gegen oder für Ihn sprechen kann. Aber eines ist Fakt beim FcL reden so viele Leute, Investoren und Verwaltungsräte rein über das sportliche usw. und da haben Sie sicher Ahnung!