BLICK weiss: FCZ bot Aarau 11 Spieler an!

Der FCZ will ein komplettes Team an Aarau abgeben, unter anderem auch Mehmedi. Doch der FCA nimmt nur Lampi.

  • Aktualisiert am 14.01.2012
  • Von Michel Wettstein und Michael Wegmann
Ex-Aarau-Sportchef Fritz Hächler hätte zahlreiche FCZler aufs Brügglifeld holen können.- Sven Thomann

BLICK weiss: Beim FC Aarau flattert Ende November ein Papier ins Haus, auf welchem FCZ-Sportchef Fredy Bickel fein säuberlich alle Spieler auflistet, die der FCZ ausleihen oder verkaufen will.

Der Tabellenletzte hat die Qual der Wahl: Denn der Kader des Meisters ist damals viel zu gross, Bickels Liste dementsprechend lang. Elf Namen stehen drauf – eine komplette Fussballmannschaft soll weg!

Auf der Liste stehen folgende Namen: Mehmedi, Schönbächler, Vasquez, Kondé, Kollar, Tahirovic, Büchel, Stucki, Gashi und Mehdi Challandes, der Sohn von Trainer Bernard. Und: Veli Lampi.

Guter Deal mit Lampi

Hätte der damalige Aarau-Sportchef Fritz Hächler richtig zugelangt, hiesse es heute auf dem Brügglifeld nicht Aarau gegen Zürich, sondern FCZ B gegen FCZ A!

Doch Hächler macht einen auf Rosinenpicker, verpflichtet nur den finnischen Internationalen Veli Lampi für die rechte Abwehrseite. Ein guter Deal: Der Finne wird bis zum Saisonende ausgeliehen. Aarau bezahlt rund 8000 Franken pro Monat plus 500 Franken Spesen und stellt Lampi ein Zimmer zur Verfügung. Für den Rest kommt der FCZ auf.

Mehr Spieler wollte Hächler nicht, denn den sehnlichst erwünschten Knipser findet er auf der meisterlichen Abschussliste nicht. Er wollte also auch Admir Mehmedi und Marco Schönbächler nicht.

Mehmedi: fast ausgeliehen, jetzt gesetzt

Es ist schon brisant: Ende November will der FCZ Mehmedi noch ausleihen, nur zwei Monate später ist der Youngster plötzlich ein wichtiges Puzzleteil in der geplanten Aufholjagd. Mehmedi ist zum Rückrundenstart die einzige fitte Sturmspitze und gesetzt.

Doch der KV-Stift trifft trotz bester Chancen gegen Xamax (0:0) und in Sion (1:1) das Tor nicht. Einen neuen Stürmer holt man nicht, Mehmedi war plötzlich der Heilsbringer.

Vielleicht klappts mit dem Knipsen ja ausgerechnet heute auf dem Brügglifeld, wo man Mehmedi nicht wollte.

FCZ-Canepa krebst zurück

Lieber späte Einsicht als gar keine! Gestern hat FCZ-Boss Ancillo Canepa seine Schnapsidee begraben: Der Gästesektor wird für das Hochrisikospiel gegen Basel vom 11. April doch geöffnet.

Die Massnahme des Präsidenten erfolgte als Reaktion auf die massiven Ausschreitungen beim Cupspiel FCB-FCZ vom 20. November. Doch sie war nicht zu Ende gedacht.

Denn die Fans, die man aussperren wollte, besorgten sich ihre Tickets ganz einfach im freien Verkauf. Und zwar für die Südkurve, wo die FCZ-Ultras stehen, und sogar für die Familientribüne. Nitro und Glyzerin wären zusammengekommen.

Erst die Stadtpolizei Zürich konnte Canepa aufzeigen, welcher Gefahr er die Matchbesucher ausgesetzt hätte. Canepa: «Dieses Gespräch führte zur Öffnung des Sektors.»

Die FCB-Fans können die bereits gekauften Tickets über die Fanarbeit Basel umtauschen. Die Fussball-Schweiz atmet auf!

Von Alain Kunz
Mehmedi greift sich nach einer verpassten Chance an den Kopf. Trifft er gegen Aarau?- EQ

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