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In frischer Erinnerung noch halten wir den Fall Robert Enke. Deutscher Nati-Torwart, schwer depressiv, wirft sich vor den Zug.
Die Männerwelt des Fussballs trauert, tagelang. Gelobt hochheilig, ihre Leistungsfixierung zu überdenken. Und sensibler mit heiklen Themen wie Depression und Homosexualität umzugehen.
Jetzt der Fall Johan Vonlanthen. Star-Stürmer gerät in die Fänge der Siebenten-Tags-Adventisten, einer Freikirche. Will mit 23 die Karriere beenden und ins Team Jesus wechseln. Ein Transfer mit Ansage: auf der Homepage, in Interviews, im Verhalten. Familie, Kollegen, Spielerberater – alle wissens, alle reden darüber.
Bis die FCZ-Bosse reagieren wie die drei berühmten Affen: nichts Böses hören, sehen, sagen! Sie lassen Vonlanthen in einem Communiqué «Medienberichte» dementieren. Spielen auf Zeit, wollen den Fall offenbar intern regeln.
Ein PR-Fiasko sondergleichen. Wer in derart sensiblen Personalien die Ventile schliesst, statt sie zu öffnen, handelt unprofessionell und fahrlässig. Der Fall Enke lehrt: Schweigen kann böse enden.
«Deckel drauf» bringt weder den FCZ noch Johan Vonlanthen weiter. Ihm hülfe wohl nur rasche, schonungslose Offenheit. Sofern er sich überhaupt helfen lassen will. «Nichts hören, sehen, sagen – die FCZ-Bosse reagieren wie die drei Affen.»
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Ernst Kindhauser – Stv. Sportchef BLICK.
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