
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Das Anforderungsprofil für die Nachfolge von Christian Gross ist wie auf ihn zugeschnitten: jung, ehrgeizig, erfahren, fussballverrückt, mehrsprachig, fleissig. Als Spieler macht Thorsten Fink (41) 367 Bundesliga-Spiele (40 Tore), gewinnt 2001 mit dem FC Bayern die Champions League, holt vier Meistertitel und drei Cup-Siege.
Nach seiner aktiven Karriere macht er alle Trainerscheine, hospitiert bei Felix Magath. Dann arbeitet er als Co-Trainer unter Giovanni Trapattoni bei Red Bull Salzburg, führt als Chefcoach den FC Ingolstadt in die 2. Liga. Am 22. April wird Fink entlassen – und wartet seitdem auf ein Angebot.
Heusler hält sich noch bedeckt
Jetzt ist es so weit. SonntagsBlick weiss, dass sein Name beim FC Basel schon gefallen ist. Vize-Präsident Bernhard Heusler bleibt zwar bei seiner Ansage: «Wir kommentieren keine Namen.» Aber neben Ciriaco Sforza, Marcel Koller, Thomas Doll, Roberto di Matteo, Volker Finke und Lothar Matthäus steht auch Fink auf der Kandidaten-Liste.
Der Ex-Profi äussert sich zurückhaltend, als SonntagsBlick ihn auf dem Handy erreicht: «Ich werde sicher nicht auf jeden Zug aufspringen. Mir geht es darum, dass ich bei einem neuen Klub etwas aufbauen und bewegen kann. Die Basis muss vorhanden sein.»
Nachfrage: Das wäre in Basel der Fall. Fink: «Wenn es so sein sollte, dass mein Name dort gehandelt wird, wäre das eine Sache, die mich ehrt. Basel ist ein grosser Klub, der auch internationale Ansprüche hat. Davon gibt es in der Schweiz nicht viele.»
Ein weiteres Argument für Fink: Neben Englisch spricht er auch Spanisch. Und er wäre bezahlbar. Nati-Coach Ottmar Hitzfeld hält anscheinend grosse Stücke auf seinen Ex-Spieler.
«Er ist fussballverrückt»
Auch Michael Tarnat, der mit Fink und Hitzfeld die Champions League gewann, ist sicher: «Er bringt alles mit, was ein guter Trainer braucht. Vor allem ist er im positiven Sinne fussballverrückt. Thorsten hat viel von Trainern wie Hitzfeld, Trapattoni oder Winnie Schäfer gelernt. Er kann als Coach das erreichen, was er auch als Profi geschafft hat.»
Klingt nach einem perfekten Nachfolger für Christian Gross.