FCB-Stars wehren sich gegen Fan-Kritik «So macht es keinen Spass»

Leader? Ein 0:0 in der Champions League? Den Fans reicht das nicht. Sie wollen mehr! Doch kann dieser FCB mehr?

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Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Basel 18 49:15 47
2 YB 18 42:24 35
3 Sion 18 38:31 29
4 Luzern 18 36:33 29
5 GC 18 26:32 22
6 St. Gallen 18 20:27 21
7 Lausanne 18 30:34 18
8 Lugano 18 23:35 18
9 Thun 18 23:34 16
10 Vaduz 18 21:43 16
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Die Fakten sind eindeutig. Nach fünf Champions-League-Spielen steht der FCB mit zwei Punkten und zwei geschossenen Toren da. Und nach dem 0:0 gegen Ludogorets mit dem Rücken zur Wand. Er muss jetzt in der letzten Runde gegen Arsenal mehr Punkte holen als Ludogorets gegen PSG.

Die Interpretation davon ist alles andere als eindeutig. Der Tenor beim Team: Es hat einfach das Glück gefehlt. Coach Urs Fischer zum Beispiel sah «einen guten Auftritt». Man habe das Spiel im Griff gehabt, genügend Chancen kreiert, nichts zugelassen. Der Plan sei aufgegangen, aber nicht belohnt worden. Taulant Xhaka findet: «Man kann uns keinen Vorwurf machen.» Michael Lang: «Wir haben einen guten Kampf abgeliefert, wir hätten den Sieg verdient gehabt.»

Euphorie? Fehlanzeige!

Die Fans sehen das anders. Sicher die wenigen (rund 120), die überhaupt noch mitgereist sind zum Spiel der Spiele. Als sich die Mannschaft nach dem 0:0 bei ihnen verabschieden will, hallen ihnen Unmutsbekundungen und «Fischer raus!»-Rufe entgegen. Desillusioniert trottet das Team ab.

Es ist nicht das erste Mal, dass die FCB-Fans diese Saison Dampf ablassen. Riesen-Vorsprung in der Liga zum Trotz. Beim glücklichen 1:1 gegen Thun gabs zuhause ein lautes Pfeifkonzert. Gegen Vaduz am Wochenende waren so wenige im Stadion wie lange nicht. Auch wenn die offizielle Zuschauerzahl mit 24 846 beziffert wurde. Euphorie beim 6:0? Fehlanzeige.

«Die Reaktion war schon heftig»

Gewinnen reicht im erfolgsverwöhnten Basel nicht mehr. Und schön gewinnen tut der FCB unter Fischer kaum. Eigengewächse, die Identifikation stiften, hats gleichzeitig auch keine. Und die Entwicklung der eingekauften Stars ist nicht erkennbar.

Der Coach redet es schön. Die Fans nerven sich trotzdem. Und den Spielern verdirbt es so die Lust. So sagt Captain Matias Delgado: «Es hat diese Saison selten Spass gemacht zu spielen. Es ist fast nicht mehr möglich ein Spiel zu geniessen, weil der Erfolgsdruck im Fussball mittlerweile so gross ist. Die Fans wollen Siege feiern, das ist klar, aber die Reaktion nach dem 0:0 war schon heftig.»

Die grösste Chance, endlich wieder Magie zu versprühen, hat der FCB im Entscheidungsspiel am 6. Dezember gegen Arsenal. Aber auch schon am Sonntag in Sion. Passend: Die Walliser sind zur Zeit das beste Beispiel, um zu zeigen, wie ein Trainer Lust entfachen kann, wie dann selbst eine 3:4-Niederlage gegen YB zum Spektakel werden und von den Fans gefeiert werden kann.

Publiziert am 25.11.2016 | Aktualisiert am 28.11.2016

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31 Kommentare
  • rené  jauslin aus Basel
    25.11.2016
    möglich das die FCB Fans Verwöhnt sind, nur was diese gut Bezahlten Fussballer zum teil bieten ist eine Frechheit. Bitte in der Winterpause Ausmisten und die Jungen Ausgeliehenen zurückholen. Denke Trainer Fischer ist als Mensch sicher OK, aber als Trainer???
  • Meier  aus Figino
    25.11.2016
    Das Spiel war einfach grottenschlecht. Ich meine nicht den kämpferischen Einsatz - der stimmte. Darum kann ich die Spieler ja auch irgendwie begreifen. Sie haben alles gegeben. Aber spielerisch bringt Fischer weder die einzelnen Spieler noch die Mannschaft weiter. Darum die Kritik der Fans.
  • Horst  Wyssen aus Gampel
    25.11.2016
    Freuje mich schon auf das Spiel von Sonntag. Wird Zeit, dass diese verwöhnten Bubis (auf und neben dem Platz) wieder mal so richtig die Limiten aufgezeigt bekommen.
  • Marcel  Ruf aus Oberwil
    25.11.2016
    Wären all die Bälle, die wegen Unvermögen, Pech (Pfosten, Latte, etc.) oder Können des generischen Torwarts nicht reingingen, im Tor gelandet, dann hätte der FCB jetzt einige Punkte mehr auf dem Konto und Urs Fischer hätte wahrscheinlich alles richtig gemacht und wäre der Grösste. So aber wird er konstant kritisiert. Schliesslich kann er ja die Tore nicht selber schiessen! Gäbe es hier bei den Kommentaren eine Tabelle, lägen all die besserwissenden Schreiberlinge mit 0 Punkten am Tabellenende.
  • Garibaldi  RN , via Facebook 25.11.2016
    Ja was wollen die Fans des FCB? Vermutlich am liebsten Zustände wie bei YB, GC und Sion. Dann können Sie sich wöchentlich darüber ärgern wie ihr Club "den Bach runter geht". Oder sind sie vielleicht nur übermütig und gelangweilt!
    • Werner   Werhub, ☺ aus Globâle, Tuvalu, Vaiaku █ Fongafale
      26.11.2016
      am Sonntag wird Sion
      und kurz danach auch YB auf die Welt kommen.
      dann sind es garantiert 18-21 Punkte Differenz

      und merken dass das Spiel das sie gegeneinander spielten
      etwas anders einzuschätzen ist als sie meinten.
      kein gutes Spiel sondern den ganzen Match durch individuelle Fehler die zu diesem Resultat führten

      Gruss vom Atoll