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Herr Früh, Sie stehen seit der finanziellen Sanierung des FC St. Gallen im letzten Winter an der Spitze des Klubs. Bereuen Sie Ihr Engagement schon?
Dölf Früh: Nein, und ich habe es auch zu keiner Zeit bereut.
Warum steht Ihr Klub am Tabellenende der Super League und kurz vor dem Abstieg?
Ich denke, die finanziell schwierige Phase hat unsere sportlichen Leistungen beeinflusst. Weil der FC St. Gallen in finanzieller Hinsicht lange Zeit im Ungewissen war, konnten erst spät Transfers getätigt werden.
Sind Sie mit den Transfers denn zufrieden? Sind Lavric, Beichler, Dunst, Gonçalves, Regazzoni, Scarione die richtigen Leute, um St. Gallen zu retten?
Sie werden zusammen mit den anderen Spielern helfen, uns aus der sportlichen Krise zu führen.
Warum schaffte es die neue Klubführung um Sie, Sportchef Peischl und Trainer Saibene nicht, das Ruder herumzuwerfen?
Weil uns die Zeit davonläuft. Die Trendwende ist eine reine Zeitfrage. Ich glaube immer noch daran, dass wir das Schiff in ruhige Gewässer führen werden.
Wann? In der Challenge League?
Am liebsten natürlich noch in dieser Saison. Wenn wir es über die Barrage schaffen, dann umso besser. Dann haben wir dank des zusätzlichen Heimspiels nochmals Einnahmen.
Ist Jeff Saibene auch nächste Saison noch Ihr Trainer?
Ganz sicher. Auch wenn wir absteigen müssen, machen wir mit ihm weiter. Deshalb haben wir ihm – unabhängig von der Ligazugehörigkeit – einen Vertrag bis Sommer 2012 gegeben.
Wie haben Sie selbst die Mannschaft in diesen schwierigen Wochen unterstützt?
Es gab den einen oder anderen Schulterklopfer von mir. Ansonsten überlasse ich das aber der sportlichen Führung. Ich vertraue meinen Leuten und greife nicht in ihre Arbeit ein. Sonst könnte ich das Team ja gleich selber coachen.