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Schock-Nachricht beim FC St. Gallen: Gegen Brice Owona (22) läuft eine staatsanwaltliche Untersuchung. Der kamerunische Stürmer wird der Vergewaltigung verdächtigt und sitzt seit dem 28. November in Untersuchungshaft! Was ist passiert?
BLICK recherchiert an Owonas Wohnort. Die Blocksiedlung liegt im Nordosten von Gossau SG. Nur wenige hundert Meter dahinter hört man die Autos auf der A1 rauschen. In einem dieser, von aussen modern erscheinenden, Wohnblöcke lebt Owona in einer kleinen Parterre-Wohnung.
Im Quartier, in dem mehrere Spieler des Challenge-League-Leaders untergebracht sind, ist der Afrikaner kein Unbekannter. «Er lebt seit etwas mehr als einem Jahr hier. Seitdem gibts nur Ärger mit ihm», sagt Owonas Nachbarin.
Am Montag, 28. November, trifft die 73-jährige Rentnerin Owonas Teamkollegen, der im selben Haus wohnt, in der Waschküche. «Er hat mir erzählt, dass um fünf Uhr morgens mehrere Polizisten Brice Owona in seiner Wohnung verhaftet haben, weil er etwas mit einer 15-Jährigen gehabt haben soll. Dazu hat er mit den Händen so eine Bewegung gemacht, als würde man ihm Handschellen anlegen.»
Seither sitzt der Verdächtige in U-Haft. Der Klub wurde über die Verhaftung informiert. Trainer Jeff Saibene: «Ich habe die Mannschaft vor einigen Tagen informiert. Aber den Grund für seine Verhaftung haben wir auch erst jetzt erfahren.»
Schwangere Freundinnen, Geldschulden und Kinder
Für Owonas Nachbarin kommt die Verhaftung nicht unerwartet. «Seitdem er in unserem Haus wohnt, war hier Krieg.» Anfang 2010 holte ihn der damalige Trainer Uli Forte aus Kamerun. Eine Billiglösung (Jahressalär: rund 80 000 Franken) als Hoffnungsträger. Owona scheitert an sich selbst.
Die Nachbarin erzählt: «Er hatte oft Besuch von unterschiedlichen Frauen, obwohl er eine Freundin hatte. Fast jeden Abend gab es Streit bis tief in die Nacht. Vor ein paar Monaten stand sogar eine schwangere Frau vor der Tür, die verzweifelt mit ihm sprechen wollte. Owona hat nicht aufgemacht, da er noch eine andere Frau in der Wohnung hatte.»
Schon im April berichtete BLICK über Frauengeschichten des Torjägers. Er habe Geldschulden, eine Ehefrau, zwei Kinder, mehrere Freundinnen, davon zwei schwangere. Owona bestreitet.
Jetzt sitzt er seit mehr als einer Woche im Gefängnis, während seine St. Galler Mannschaftskollegen gestern Abend Weihnachtsparty feierten. Im Sommer läuft sein Vertrag aus. Erhärtet sich der Vergewaltigungs-Verdacht, ist er seinen Job noch schneller los.