Noch einen Tag bis zum Start der Rückrunde So plant CC das Sion-Wunder

Super League verrückt: Sion verfügt über ein Kader, das jenem des FC Basel fast ebenbürtig ist. Doch Sion hat auf den FCB 43 Punkte Rückstand

  • Publiziert: 03.02.2012
  • Von Alain Kunz

Es kann passieren, was will – seinen Humor verliert Sion-Boss Christian Constantin nie. Erste Frage: Wie wollen Sie den Rückstand von 16 Punkten auf Lausanne wettmachen, um der Barrage zu entgehen? «Zuallererst müssen wir in Basel gewinnen. Dann liegen wir nur noch vierzig Punkte hinter dem FCB zurück.»

Dass für Sion eine erbarmungslose Aufholjagd ums nackte Überleben in der Super League beginnt, blendet CC aus: «Glaubst du im Ernst, es wird beim Abzug von 36 Punkten bleiben?» Die Frage ist aus seiner Sicht rhetorisch. Obwohl er erneut einen ganz heissen Poker eingegangen ist. Anstatt die statutenwidrige Bestrafung durch den SFV beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) zu rügen, setzt er einzig auf den ebenso statutenwidrigen Zivilrechtsweg.

Erklärt sich das Regionalgericht Bern-Mittelland aber für nicht zuständig, ist für CC alles verloren! Denn nach dem Rettungsring CAS hat CC nicht gegriffen. Dabei hätte das CAS gar keine andere Wahl gehabt, als das Strafmass von minus 36 auf das statutarische Maximum von minus 12 zu reduzieren.

Doch für CC ist klar: «Das CAS ist kein echtes Schiedsgericht. Es wird von Fifa und Uefa gesteuert. Solange ich als einzige Rekurs-Option das CAS habe, ist die Schiedsklausel in den Verbandsstatuten unhaltbar und muss verschwinden.» Der wegweisende erste Entscheid des Berner Gerichts wird für nächste Woche erwartet.

Lassen wir die Juristerei, und wenden wir uns wieder dem Rasen zu. Also, CC, nochmals das Stichwort: Lausanne. «Tja, das ist ganz einfach. In der ersten Runde haben wir 20 Punkte mehr geholt als Lausanne. Also?»

Gut, rechnen können wir auch. Aber auch einschränken. Erstens sind in der Rückrunde nur 48 statt 54 Punkte zu vergeben. Zweitens hat Lausanne in den Vorbereitungsspielen einen weit besseren Eindruck gemacht als in der miserablen Vorrunde.

«Ach was», wischt CC die Einschränkungen weg, «es geht nicht um Lausanne. Sondern darum, dass die Meisterschaft regulär ist. Dass gemäss den erspielten Punkten rangiert wird.»

Die Drohung steht! Auch wenn CC sie nicht ausspricht. Stellen Sie sich vor, Sion macht die sieben Punkte Rückstand auf den FCB wett, die es vor der Bestrafung durch den SFV hatte! Den Kampf um die Rangliste wird CC notfalls über die Saison hinaus führen.

Kommentare (4)

  • meier  fritz
    Das ist natürlich rein hypothetisch, aber vielleicht hätten CC und der FC Sion sich viel Ärger ersparen können, wenn sie den Ausschluss aus der Europaleague einfach hingenommen hätten. Die FIFA hätte sich wohl nicht weiter für den Fall interessiert und Sion wäre nun stärkster Konkurrent des FC Basels um den Meistertitel.
    • 04.02.2012
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  • karl  blaettler , phitsanulok
    bulat ist weg. jetzt muss nur noch cc weg, und die welt ist wieder in ordnung
    • 03.02.2012
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  • ulrich reinhard  ehrlich
    Um all dieses Wettzumachen wird er ergrauen und rumtoben wegen Schirientscheide. Wir können uns ja auf was freuen! Der zweite BT wird sich in ihm zeigen....
    • 03.02.2012
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  • Fabian  Nünlist
    bye super league... nur ne lachnummer und wen das theater sogar anch der Saison weitergeht wirds sehhhrr lächerlich, ich frage mich wie lange es geht bis alle Vereine den Konkurs eingeben, ausser gcz natürlich ;- Hopp GCZ
    • 03.02.2012
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