FCL-Präsi Stierli droht Wer nicht spurt, kann gehen!

Hoppla, beim FCL brennts lichterloh! Boss Walter Stierli liest seinen Spielern in der Kabine die Leviten.

  • Publiziert: 14.02.2012, Aktualisiert: 15.02.2012
  • Von Alex Dutler und Michel Wettstein
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Wutrede: Luzern-Boss Stierli wird zum wilden Stier.

(freshfocus)

Es rumort und brodelt bei Luzern. Miese Resultate, Angsthasen-Fussball, und die Fans fordern Murat Yakins Kopf. Der verliert selber kurz die Nerven, pöbelt einen Journalisten an. Umgekehrt packt Grünschnabel Nico Siegrist den Vorschlaghammer gegen den Trainer aus, tritt nach dem letzten Spiel vor seinem Abschied nach Aarau heftig nach.

Wie im Zirkus! Nur von Direktor Walter Stierli hörte man bisher nichts. Bis gestern, da platzt dem FCL-Boss der Kragen. Stierli wird zum Stier. BLICK weiss, welch wüster Zoff sich am Dienstag in der FCL-Kabine abgespielt hat: Die Mannschaft macht sich gerade für ein weiteres Eis-Training auf dem Kunstrasen bereit. Da betritt Stierli mit ernster Miene die Garderobe. Das Stimmungs-Thermometer sinkt augenblicklich noch mal um ein paar Grad.

Der Boss ist stinksauer und haut seiner Mannschaft so richtig aufs Dach. Brutal kritisiert er die sportlichen Leistungen, wohl mit dem Absturz-Gespenst vom letzten Frühling im Hinterkopf. «Ich verlange von jedem Spieler, dass er den Konkurrenzkampf endlich annimmt. Wem das nicht passt, der kann sich sofort einen neuen Verein suchen.» Die Spieler schweigen, machen betretene Gesichter.

Knallharte Regeln

Dann gibt Stierli die neuen Spielregeln im Umgang mit den Medien bekannt. Die sind knallhart! Er hat keine Lust mehr, die internen Probleme aus der Zeitung zu erfahren.

Ab sofort ist es den Spielern verboten, direkt mit Journalisten zu sprechen. Medienchef Bucher muss jeden Kontakt mit Aussenstehenden absegnen. Er wird fast alle Antworten der Spieler schriftlich liefern. Stierli droht klipp und klar: «Wer künftig dabei erwischt wird, wie er Interna ausplaudert, kassiert eine saftige Busse.»

Das erste Opfer dieses Regimes ist einer, der Stierlis Standpauke schon gar nicht mehr miterlebt. 500 Franken Strafe muss Nico Siegrist bezahlen. Am Samstag hat der Stürmer dem FCL mit seinem Tor noch einen Punkt gerettet und danach vor den Medien auf Murat Yakin rumgehackt. «Vielleicht habe ich ihm mit diesem Tor den Kopf gerettet.» Jetzt ist Siegrist bereits in Aarau, holt im Testspiel gegen Altach gleich einen Penalty für seinen neuen Leih-Klub heraus. Die FCL-Rechnung kommt per Post.

Siegrists Abrechnung

Wie geht das bloss weiter in Luzern? Verschenkt der Klub am Ende mit dem ständigen Wirbel den Platz im europä­ischen Geschäft?

Brisant: Siegrist hat bei seiner Ab­rechnung auch über schlechte Stimmung und Angst im Team berichtet. Später die Aussage aber widerrufen. Sicher ist: Besser wurde die Stimmung durch Stierlis Wutrede bestimmt nicht.

Kommentare (17)

  • karl  ottiger , luzern
    Stierli neigt einfach dazu immer das falsche zu machen,er faltet die Mannschaft zusammen die schon die ganze woche von Grüter und Contini mit dummen sprüchen zugedeckt wird.Es ist an der Zeit dem Trainertrio zu erklären wie man eine Mannschaft erfolgreich führt.So wie es aussieht wird der FCLuzern auch dieses Jahr keinen Europlatz holen sondern der FCZ wird am schluss vor Luzern sein die Wetten sind schon am laufen hehehe
    • 15.02.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Ruedi  Frei , Basel
    Beim Wort Zirkus kommt mir vorallem der Pausenclown Vogt in den Sinn....
    • 15.02.2012
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  • Franz  Steiger
    Stierli ist und war ein Polteri. Er würde besser daran arbeiten, Offensivkräfte zu finden, anstatt sich dauernd in den Medien zu präsentieren. So wird es bloss wieder nichts aus dem EL-Platz.
    • 15.02.2012
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  • Hugo  Ehrismann
    Hat denn der FCL überhaupt noch eine Daseinsberechtigung in der ASL?Wenn die Spieler sich so aufführen wie der Stierli dann mit Sicherheit nicht.Im europäischen Fussball hat der FCL eh nichts zu suchen.Man sollte wohl aufpassen was man sagt über seinen Arbeitsgeber aber das Maul aufzumachen muss man sich auch von einem Tyrannen nicht verbieten lassen.Wo kämen wir da hin wenn jeder der Kohle hat den anderen das Sprechen verbieten würde - könnte?PS.Stierli ist ja bekannt für seine unkontrollierten Wutausbrüche.
    • 15.02.2012
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  • Hans  Gusen , Zug
    Herr Stierli, machen Sie Ihren Spielern Feuer unter dem Füdli, das Pyromaterial dazu können Sie bei ihren Fans besorgen
    • 15.02.2012
    • 0 Gefällt mir
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