Zoff bei Super-League-Leader FC Luzern Nachwuchs-Chef attackiert Fringer – Stierli explodiert!

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Michel Wettstein
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LUZERN - Nachwuchs-Chef Laurent Prince attackiert Trainer Rolf Fringer – FCL-Präsident Stierli explodiert!

Nein, das ist kein Märchen, sondern eine wahre Geschichte. Der Schuldige für die Luzerner «Lämpe»: der Nachwuchs-Chef Laurent Prince (40).

Was ist geschehen? In der Samstagsausgabe der «Neuen Luzerner Zeitung» wettert Prince gegen Chef-Trainer Rolf Fringer. Sein Vorwurf: Fringer kann nicht mit Nachwuchs-Talenten umgehen. Oder in seinen Worten: «Sagen Sie mir einen Spieler, der in den letzten zwei Jahren über eine längere Zeit das Vertrauen des Trainers gespürt hat? Es gibt keinen!»

Prince spart nicht mit Kritik


Zwar spielen Alain Wiss (20) und Janko Pacar (20) regelmässig unter Fringer. Wie zuletzt gegen Thun und GC. Für Prince aber kein Grund, mit Kritik zu sparen: «Alain Wiss ist ein gutes Beispiel. Er war vor drei Jahren Stammspieler beim FCL, aber er stagniert seit geraumer Zeit.»

Dann knöpft sich Prince Präsident Walter Stierli vor, der immer betont, wie wichtig ihm die Nachwuchsarbeit sei: «Wir verlieren unsere Glaubwürdigkeit, wenn wir ständig davon reden, auf die Jungen zu bauen, solche Aussagen aber zu Lippenbekenntnissen verkommen.»

Der «FCL-König» duldets nicht

Jetzt poltert Stierli im BLICK zurück: «So geht es einfach nicht. In der UBS kann sich auch nicht jeder Mitarbeiter zur Strategie der Bank äussern. Solange ich Präsi bin, dulde ich so was nicht.» Und: «Die Fans wollen, dass wir erfolgreich spielen. Es interessiert letztlich niemanden, ob fünf Nachwuchsspieler in der 1. Mannschaft stehen.»

Gestern tagte der Verwaltungsrat und Prince entschuldigte sich. Über mögliche Sanktionen gibt der FCL keine Auskunft. Weitere Aussetzer wird FCL-Präsident Stierli aber auf keinen Fall dulden.

Nachwuchs-Chef Laurent Prince wurde von Stierli zur Räson gebracht.- zvg

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