
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Walter Stierli strahlt übers ganze Gesicht, als er mit Helm und leuchtfarbenem Überzieher bekleidet über die Baustelle stapft. Am Dienstag ist offizielle Baustellenführung der Swissporarena, dem neuen Luzerner Fussball-Tempel. Nächste Saison wird er eröffnet, Platz bietet er für gut 17000 Zuschauer.
Doch nicht nur die frohe Aussicht, sondern vor allem die Gegenwart lässt den Luzerner Präsidenten schwärmen. Stierli: «Ich erschrecke täglich, wenn ich die Rangliste anschaue. Wir sind stolz darauf!» Sein FC Luzern steht nach sechs Runden überraschend an der Spitze. Baumeister des Luzerner Erfolgs ist Trainer Rolf Fringer. Der 53-Jährige Österreicher, der die die Innerschweizer vorletzte Saison noch in extremis vor dem Abstieg gerettet hat, steht jetzt mit Yakin & Co. ganz oben.
Dennoch ist Fringer in Luzern nicht unbestritten, im Umfeld des Vereins wurde regelmässig Thun-Trainer Murat Yakin als Fringer-Nachfolger portiert.
Gestern fährt Stierli trotz Helm den Kuschelkurs. Der 62-Jährige: «Diese Woche werde ich mich mit Rolf treffen und mich mit ihm über die Zukunft unterhalten. Wenn er unsere Vereinsphilosophie weiter mittragen will, können wir über eine vorzeitige Vertragsverlängerung verhandeln.» Welche Philosophie? Stierli zu BLICK: «Dass wir nicht nur fertige Spieler kaufen, sondern auch junge Talente in die Mannschaft integrieren. Denn wir haben keine 20 oder 40 Millionen Franken Budget.»
Fringer ist nicht abgeneigt: «Mir gefällt es hier sehr gut. Ich bin offen für den FC Luzern.» Fringer sagt auch: «Nach dem Hin- und Her will ich mich jetzt aber nur auf das Sportliche konzentrieren. Für den FCL wäre es wichtig, wenn alle Leute diejenigen Funktionen ausüben würden, für welche sie angestellt wurden.»