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Es ist das grösste Bauprojekt der Zentralschweiz: 260 Millionen Franken verschlingt die neue Heimstätte des FCL. Denn nebst dem Fussballstadion für 18 000 Fans entstehen zwei Wohnhochhäuser, eine Dreifachturnhalle, ein Hallenbad, ein Restaurant, ein Fitnesscenter sowie Einkaufs- und Dienstleistungsflächen. Gigantisch!
Im Februar 2011 soll der FCL erstmals in dem Stadion spielen können, das aufgrund der Pläne das schönste der Schweiz werden dürfte. Und nicht nur das.
«Es wird das schönste Stadion von Europa», glaubt Bernhard Alpstäg, der Patron der Zuger Swisspor, die der Arena den Namen gab. «Und es soll das neue Markenzeichen von Luzern werden», so Alpstäg, der immerhin explizit nicht von Wahrzeichen sprach. Wäre ja auch in Anbetracht von Pilatus und Kappelbrücke ein bisschen vermessen gewesen.
Die Euphorie über den Spatenstich, den Hakan Yakin zusammen mit dem jüngsten Junior der FCL-Fussballschule «Team of Dreams», dem fünfjährigen Boris Rancic vornahm, trieb die Verantwortlichen zu verbalen Höhenflügen. «Es ist ein Projekt, das nicht nur für die ganze Schweiz, nein, auch für ganz Europa wegweisend sein wird», meinte ein völlig losgelöster FCL-Boss Walter Stierli.
«Es werden Gäste aus allen Herren Länder kommen, um zu sehen, wie man solch ein Vorhaben realisiert. Europa, wir kommen!» Wohl kein Zufall, dass man sich einen Champions-League-Tag für den Spatenstich ausgesucht hat…
Über derartige Weitsicht verfügt Yakin im Moment nicht. Er denkt mit seinem Pflaster auf der Nase, welches ihn wie Jack Nicholson im Polanski-Klassiker «Chinatown» aussehen lässt, erst mal an sein Riechorgan, an Bellinzona-Spieler Frank Feltscher und das Spiel in Zürich gegen GC vom nächsten Samstag: «Die Nase ist nicht gebrochen, ich hatte Glück. Sie ist nur gequetscht, blutete aber auch am Montag noch stark. Ich denke, es war keine Absicht von Feltscher.» Die TV-Bilder suggerieren etwas anderes. Dennoch wird der FCL in dieser Sache nicht beim Disziplinarrichter vorstellig werden.
Eine Gesichtsmaske wird Yakin aber nicht tragen: «Damit kann ich nicht spielen. Und ich habe ja schon sechs, sieben Löcher im Kopf. Eines mehr oder weniger macht mich auch nicht hübscher.»