Kritik am Trainer des FC Luzern wird lauter Fan-Aufstand gegen Yakin

Der FCL ist auf Platz 3 abgerutscht. Es wird Stimmung gegen Trainer Yakin gemacht.

  • Publiziert: 12.02.2012, Aktualisiert: 13.02.2012
  • Von Alex Dutler und Michel Wettstein

Ist Murat Yakin noch der richtige Trainer für den FC Luzern?»

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Muss plötzlich viel Kritik einstecken: Murat Yakin.

(Reuters)

Zehn Spiele, neun Punkte – Unterhaltungsfaktor: Null!» Ein Luzern-Fan zieht im Internet ernüchtert Bilanz über die jüngste Vergangenheit seines Lieblingsklubs. Mit seiner Meinung ist er nicht allein.

Am Samstag steht in der Thun Arena beim FCL 75 Minuten lang kein nomineller Stürmer auf dem Platz. Yakin fehlt die halbe Defensivabteilung wegen Sperren und Krankheit. Er entscheidet sich mit dem verbleibenden Personal für eine Igel-Taktik. Schön anzusehen ist das nicht.

Nach 66 Minuten und beim Stand von 0:0 wechselt Yakin sogar Spielmacher Ohayon aus, bringt Verteidiger Thies­son. Zwar kommt Minuten später Gygax als neue Spitze, aber den mitgereisten Fans platzt trotzdem der Kragen. Es gibt gellende Pfiffe. Doch das reicht ihnen noch nicht! Mit Transparenten attackieren die Kurvengänger Yakin und den FCL-­Vorstand frontal. «Murat, ohne Medikamente ist dein Spiel nicht zu ertragen!» Die Retourkutsche auf den Verbal-Aus­rutscher des Trainers an die Adresse eines Journalisten.

«Wir bilden Spieler aus – für Aarau, Kriens und Wohlen!» Auch die bevorstehende Abschiebung von Jung-Stürmer Siegrist schmeckt ihnen nicht.

Der Tiefpunkt? Nein. Nachdem Marco Schneuwly die Thuner in Führung bringt, kommt es zu einer tragischen Premiere. Erstmals in Yakins Trainerkarriere fordern die Fans seinen Kopf. «Muri raus!» Die Fan-Seele kocht.

Dann rettet ausgerechnet Nico Siegrist dem FCL in seinem letzten Spiel vor dem Aarau-Exil noch einen Punkt. Angestachelt durch die Fan-Rufe tritt auch er gegen Yakin nach: «Vielleicht habe ich ihm mit dem Tor den Kopf gerettet.»

Kann jetzt plötzlich jeder auf dem Trainer rumhacken? BLICK konfrontiert Yakin mit dem Stimmungsumschwung. Er nimmts sportlich: «Es freut und ehrt mich, dass sich die Fans mit meiner Arbeit auseinandersetzen. Ein echter Fan ist kein Ja-Sager. Mit dem Spruchband zu den Medis beweisen sie ihren tollen Humor und das motiviert mich noch mehr.»

Auch Siegrists Angriff will er nicht zu viel Gewicht beimessen. Yakin lacht und lobt: «Nico ist ein sehr talentierter Spieler. Ich verabschiede mich vorerst mit einem grossen Applaus von ihm und freue mich, ihn in ein paar Wochen wieder im Team zu haben.» Dann wird wohl zuerst mal ein Hühnchen gerupft!

Kommentare (22)

  • willy  frei , Luzern
    Walter Stierli hat die Kontrolle verloren
    Das war doch vorauszusehen dass Yakin der falsche Trainer ist
    Die Uneinstimmigkeit zwischen Stierli und Yakin beeinflusst die Moral und Stimmung in der Mannschaft
    • 14.02.2012
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  • Paul  Erni , Oensingen
    Ich bin nicht Fan von den Herren Yakin. Aber ich finde es unfair, wenn aus einer persönliche Fehde eine solche Blick-Schmutz-kampagne erfunden wird. Die Medikamentengeschichte ist unter den Beteiligten längst erledigt, der FC Luzern hat auch in der Rückrunde noch nie verloren, ist auf Platz 3! Herr Sforza behandelt man dafür mit Samthandschuhen, obwohl es mit GC immer schlimmer wird.
    • 13.02.2012
    • 1 Gefällt mir
  • Florian  Rauscher
    zum glück hat yakin nick proschwitz vergrault so wie der tore schiesst in der 2. buli würder der wirklich nicht zu der mannschaft passen. wenn er jetzt auch noch kukeli und winter loswird hat er das ziel erreicht im sommer ist luzern ein scherbenhaufen und steigt nächstes jahr ab
    • 13.02.2012
    • 0 Gefällt mir
  • reinhard  hertig , gibswil
    medien und teilweise fans waren zusammen mit dem präsi übermässig emotional im hoch. einen brillianten typen wollte hr. stierli und abservierte einen seriösen trainer auf primitive weise. der war aber wintermeister. blick nannte yakin einen erfolgstrainer. aber, wo findet blickli in dessen trainerlaufbahn einen erfolg? luzern / hr stierli haben wohl nichts besseres verdient.
    • 13.02.2012
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  • marc  freuler
    Ich finde das die luzerner ganz zufrieden sein können. letzte saison waren sie auch bis im winter vorne dabei und dann liesen sie nach. diese saison ist es das gleiche. Transfers im winter wären eventuell gut gewesen, z.b. spieler aus sambia ;-
    • 13.02.2012
    • 1 Gefällt mir
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