Nicht ohne meine Mutter Emine Yakin im FCL-Trainingslager

Emine Yakin reiste mit Sohn Murat ins FCL-Trainingslager nach Ägypten. Warum eigentlich? BLICK klärt auf.

  • Aktualisiert am 28.01.2012
  • Von Alex Dutler aus El Gouna
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Eigentlich hatte Mama Yakin in El Gouna ja nur einen viertägigen Kurzaufenthalt gebucht. Vor Ort im FCL-Trainingslager fühlte sie sich dann aber so wohl, dass sie ihren Aufenthalt kurzerhand um eine Woche verlängerte. Erst gestern reiste sie mit der Mannschaft zurück in die Schweiz.

Die 78-Jährige hat sich mit einer mitgereisten Fan-Familie angefreundet. Zusammen trinken sie Kaffee, besuchen das Dorf und lassen sich im Spa verwöhnen. Aber nicht alles ist gut: «Zu viel Wind und zu wenig kleine Kaffeehäuser. Auch die Köche können nichts. In der Türkei ist das alles besser», analysiert sie kritisch.

Das geliebte Dreirad musste sie zwar zu Hause lassen, dafür wird sie im Golf-Caddy chauffiert. Bei fast allen Trainings ist sie dabei. Natürlich auch in der heissen Wüstensonne immer dick angezogen.

Meistens gibt sie die stille Beobachterin, manchmal dreht sie auch gemütlich ihre Runden um den Platz. Staff und Spieler begrüssen sie herzlich. Ständig hört man: «Hallo Mama! Wie geht es heute?» Emine Yakin lacht und winkt. Captain Florian Stahel meint: «Wir haben nicht viel mit ihr zu tun. Sie hält sich immer im Hintergrund. Aber wir mögen sie alle sehr.»

Murat organisiert Erdnüsse, wenn Mama Hunger hat

Auch Coach Yakin sorgt sich rührend um sie. Beim Bootsausflug organisiert er einen Erdnüsschen-Transport über zwei Schiffe hinweg, weil die Mutter noch Hunger hat. Für Murat ist das nichts Besonderes: «Sie war schon immer dabei, wenn mein Bruder und ich Fussball gespielt haben. Ich habe sie gerne da. Man weiss nie, wie viel Zeit man noch zusammen hat.»

Murat, Hakan, Emine – heute Samstag treffen sie sich wohl wieder alle drei. Nach der Rückkehr steht für Luzern gleich ein Testspiel in Bellinzona auf dem Programm. Mama Yakin hat schon die beste Zugverbindung aus Basel rausgesucht. «Ich habe Hakan schon lange nicht mehr gesehen. Wir haben nur telefoniert. Aber es ist schon ziemlich weit.» Knapp drei Stunden Weg pro Strecke wären es.

Kommentare (1)

  • lago mio, die ist auch verdammt gut drauf für ihr Alter...
    • 28.01.2012
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