YB will helfen, den Matchbesucher zu ermitteln, der am Samstag beim Spiel in Basel eine brennende Fackel in einen Basler Sektor geworfen hat. Erste Personen im Umfeld des Randalierers seien schon identifiziert. Dies sei dank Videoaufnahmen aus unterschiedlichen Quellen möglich gewesen.
Gegen den Fehlbaren werde YB zudem ein Stadionverbot verhängen und Schadenersatz geltend machen. Der Fackelwerfer müsse auch mit einem Gerichtsverfahren rechnen. (SDA)
Fackel landet in Familienblock!
BASEL - Wieder ein Fackelwurf in Basel! YB-Fans schleuderten die Petarde in den FCB-Familienblock. Jetzt droht ein Geisterspiel.
Von Nicola Berger und Benny Epstein | Aktualisiert um 17:39 | 29.09.2008
Ein Junge, neben dem eine 1000 Grad heisse Petarde flackert. Er wird von seinem Begleiter, wohl seinem Papa, weggezerrt. Welch ein Schock für den kleinen Fan!
Die Berner Freude am so wichtigen Auswärtssieg in Basel wurde arg getrübt. In der 77. Minute, kurz nach Beginn der sogenannten YB-Viertelstunde, in welcher die Fans auswärts nicht selten pyrotechnisches Material zünden, schmiss ein YB-Anhänger eine Fackel in den Sektor der Basel-Fans!
Harter Kern verurteilt Aktion
Nur dank viel Glück wurde niemand verletzt. BLICK-Recherchen ergaben, dass der Täter auch in den inneren Fan-Kreisen (noch) nicht eruiert ist. Allerdings verurteilt der harte Kern die Aktion massiv. Die Identifikation dürfte schwer sein, die Pyromanen waren vermummt.
Der Vorfall war zwar nicht so gravierend, wie am Ende der letzten Saison bei Basel-Zürich, als weit mehr Fackeln geworfen wurden. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass die Liga den Bernern ein (oder mehrere) Geisterspiel(e) aufbrummt. Der FCZ musste nach dem Skandal von Basel zwei Heimspiele ohne Publikum austragen.
Das fordert zumindest FCZ-Präsident Ancillo Canepa. «Wenn mit gleichen Ellen gemessen wird, muss auch YB mit Stadionsperren rechnen», sagt Canepa zu BLICK. Und fügt hinzu: «Man muss die Täter für zwei Monate ins Gefängnis stecken. Das ist ein Offizialdelikt, das verfolgt werden muss.»
Die Berner Freude am so wichtigen Auswärtssieg in Basel wurde arg getrübt. In der 77. Minute, kurz nach Beginn der sogenannten YB-Viertelstunde, in welcher die Fans auswärts nicht selten pyrotechnisches Material zünden, schmiss ein YB-Anhänger eine Fackel in den Sektor der Basel-Fans!
Harter Kern verurteilt Aktion
Nur dank viel Glück wurde niemand verletzt. BLICK-Recherchen ergaben, dass der Täter auch in den inneren Fan-Kreisen (noch) nicht eruiert ist. Allerdings verurteilt der harte Kern die Aktion massiv. Die Identifikation dürfte schwer sein, die Pyromanen waren vermummt.
Der Vorfall war zwar nicht so gravierend, wie am Ende der letzten Saison bei Basel-Zürich, als weit mehr Fackeln geworfen wurden. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass die Liga den Bernern ein (oder mehrere) Geisterspiel(e) aufbrummt. Der FCZ musste nach dem Skandal von Basel zwei Heimspiele ohne Publikum austragen.
Das fordert zumindest FCZ-Präsident Ancillo Canepa. «Wenn mit gleichen Ellen gemessen wird, muss auch YB mit Stadionsperren rechnen», sagt Canepa zu BLICK. Und fügt hinzu: «Man muss die Täter für zwei Monate ins Gefängnis stecken. Das ist ein Offizialdelikt, das verfolgt werden muss.»
Zumindest punkto Geisterspiel sieht man das bei YB freilich anders. «Der Vorfall ist unentschuldbar», sagte YB-Mediensprecher Charles Beuret zwar, «aber ein Geisterspiel würde die Falschen treffen. Wir werden anhand der Videobilder herausfinden, wer das war und diese Person aufs Schärfste bestrafen.» Und Goalie Marco Wölfli sagt: «Es wäre schade, wenn wir unter den Taten einiger Idioten leiden müssen. Ich kann nicht verstehen, wie man Fackeln auf Familien werfen kann.»
Odilo Bürgy, Chef der Liga-Disziplinarkommission, sagt: «Ich will mich noch nicht äussern, muss mir erst ein Bild machen.» Ligapräsident Peter Stadelmann spricht deutlichere Worte: «Es ist Wahnsinn, was passiert ist. Derzeit sind die unbelehrbaren Fans unser grösstes Problem. Das muss Konsequenzen haben!»
YB reicht Strafanzeige ein
Auch sonst war die Atmosphäre aufgeheizt: Vor dem Spiel verhaftete die Polizei einen FCB-Fan, weshalb die Muttenzerkurve in der zweiten Hälfte aus Protest sämtliches Material einrollte. Nach der Partie gabs erneut Randale: Ein Polizist musste ins Spital eingeliefert werden. In der Nacht auf Samstag versprayten FCB-Fans in Aesch BL, wo YB über Nacht logierte, den Berner Mannschaftsbus mit FCB-Parolen. YB wird Strafanzeige gegen unbekannt einreichen.
Odilo Bürgy, Chef der Liga-Disziplinarkommission, sagt: «Ich will mich noch nicht äussern, muss mir erst ein Bild machen.» Ligapräsident Peter Stadelmann spricht deutlichere Worte: «Es ist Wahnsinn, was passiert ist. Derzeit sind die unbelehrbaren Fans unser grösstes Problem. Das muss Konsequenzen haben!»
YB reicht Strafanzeige ein
Auch sonst war die Atmosphäre aufgeheizt: Vor dem Spiel verhaftete die Polizei einen FCB-Fan, weshalb die Muttenzerkurve in der zweiten Hälfte aus Protest sämtliches Material einrollte. Nach der Partie gabs erneut Randale: Ein Polizist musste ins Spital eingeliefert werden. In der Nacht auf Samstag versprayten FCB-Fans in Aesch BL, wo YB über Nacht logierte, den Berner Mannschaftsbus mit FCB-Parolen. YB wird Strafanzeige gegen unbekannt einreichen.
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Umfrage
Soll YB mit Geisterspielen bestraft werden?
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78.65%
Nein
21.35%
YB (im Bild Stadion-Boss Niedermaier) will den Täter eruieren und aufs Schärfste bestrafen. (Keystone)
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Fast-Feedback
Vielen Dank für die rege Teilnahme! Das Fast-Feedback ist somit beendet.
Das sagen Blick.ch-Leser
- Oli, San Francisco - 13:06 | 29.09.2008
- » Ich glaube auch dass das Problem bei der Security liegt deshalb Strafen gegen Clubs und Security Firmen? Zu Albert aus Zürich ich denke mir du solltest dir vielleicht besser eine Arbeit nd Hilfe bei deinem Alkoholproblem suchen damit du uns nicht mehr mit deinen Chaotischen und primitive Beiträgen belästigst.
- Fan, zürich - 13:06 | 29.09.2008
- » An alle Fussball Lemminge die meinen Pyros seien Kultur! FAN sein heisst nicht demolieren und seine eigene Aggression welche aus privaten Frust und Unzufriedenheit herrührt in einer Herde gestrauchelter emotioneller FAN Lemminge öffentlich zu manifestieren und andere damit zu gefährden. Fussball hat leider bei den meisten Bürger mit einer halbwegs guten Schulbildung den dümmlichen Beigeschmack wegen eben den Lemmingen ob Muttenzer, Südkurve oder Ultras und wie sie sich alle nennen. Fan sein heisst: mit Leidenschaft, Anstand einen Club zu unterstützen und mit Grösse und Fairness bei einer Niederlage sich daran zu erinnern, es ist ein Spiel und keine Schlacht!! Lemmige spring über die Klippe!! Fans geht in die Stadien.
- Dani, Killwangen - 12:52 | 29.09.2008
- » Geisterspiele machen für den betroffenen Verein keinen Sinn. Damit werden eigentlich die falschen bestraft. Was kann jetzt z.B. YB dafür, dass es in ihren Fan-Reihen solche absolut hohle "Holzköpfe" gibt? Die Täterschaft selber gehört bestraft. Und zwar massiv. Nicht nur mit Stadionverbot und 1 - 2 Monaten bedingt. Nein, 2 Jahre hinter Gitter gehören solche Lausbuben! Man stelle sich vor, was passieren kann? Muss es wirklich Tote geben, bevor diese Affen kapieren, was sie eigentlich anstellen?
- Mägge, Basel - 12:50 | 29.09.2008
- » Zur Beruhigung gewisser Blickleser sollte man vielleicht erwähnen, dass man nicht gleich auf der stelle stirbt, wenn eine Fackel geflogen kommt. Dies zur Info.
- AJ, Zürich - 12:50 | 29.09.2008
- » Eigentlich machen ja Geisterspiele wenig Sinn, aber dennoch wäre dies die logische Konsequenz. Mit dem Urteil gegen den FCZ hat man so einen Präzedenzfall geschaffen. Wenn man nun ein anderes Urteil fällt, würde der SFV einiges an Glaubwürdikeit verlieren. Ausserdem würde es wiedermal klar, dass der FCZ nicht gerade ein Liebling der SFV ist. Naja, falls der FCZ finanziell entschädigt werden würde für ein falsches Urteil (die Geisterspiele hatten ja einen gravierenden Verlust bei den Eintrittseinnahmen zur Folge), könnte man meiner Meinung nach auch auf Geisterspiele für YB verzichten.
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