Ex-Nati-Star Roger Wehrli «Wieser braucht jetzt Hilfe vom Psychologen!»

Nach einem Horror-Foul hat auch der Täter zu kämpfen. Der ehemalige Nati-Spieler Roger Wehrli (58) kennt die Situation und weiss, wie sich Sandro Wieser jetzt fühlt.

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Am 24. Juli 1991 bricht Roger Wehrli (Aarau) dem heutigen Ösi-Coach und damaligen GC-Spieler Marcel Koller (54, hat heute Geburtstag) das Schien- und Wadenbein doppelt.

«So etwas verfolgt dich dein Leben lang!», sagt Wehrli zu Blick.ch. «Ich wurde danach immer auf diese Szene angesprochen und von Gegenspielern provoziert. Das dürfte leider auch Wieser nicht anders gehen», versucht sich der 58-Jährige in die Situation von Sandro Wieser (21) zu versetzen, der am Sonntag im schlimmsten Fall die Karriere von Gilles Yapi (32) beendet hat.

«Du hast grosse Schuldgefühle und wirst von allen gnadenlos ausgepfiffen – der noch so junge Wieser ist ein armer Kerl!» Wehrli ist froh, spielte er selbst danach nur noch ein halbes Jahr und konnte so den Provokationen und Beleidigungen etwas aus dem Weg gehen. Trotzdem betont Wehrli: «Die wahren Opfer bleiben natürlich Koller und Yapi.»

In den darauffolgenden Tagen und Wochen sei ihm immer wieder der Gedanke durch den Kopf gegangen, wieso er seinen Fuss in der Aktion nicht mehr zurückziehen konnte. «Aber wenn du die Sohle mal offen hast, ist es zu spät.»

Eine vorsichtigere oder gemässigtere Zweikampf-Führung sei für ihn jedoch auch nach dem gravierenden Zwischenfall kein Thema gewesen: «Ich habe meine Knochen weiterhin hingehalten. Schliesslich war ich ein Vollblut-Fussballer.»

Wenigstens habe sich Wieser beim Verletzten entschuldigen können. Das sei ihm persönlich damals verwehrt geblieben. Erst drei Jahre später konnte er sich mit Koller, mit dem er heute ein gutes Verhältnis pflege, aussprechen: «Wir trafen uns zufällig an einem Kurs in Magglingen. Marcel war immer noch sauer.»

Um die schwierige Situation zu meistern, gibt der ehemalige Nati-Star dem jetzt arg gescholtenen Wieser einen Rat: «Hol dir unbedingt fremde Hilfe bei Psychologen, Sandro!»

Publiziert am 11.11.2014 | Aktualisiert am 11.11.2014
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2 Kommentare
  • Chora  Birhan aus Stockholm
    , via Facebook
    12.11.2014
    Yapi war die Wirbelsäule des Klubs. Schade das niemand ihn ersetzen kann. Auch der Nachwuchsspieler Mardicay , der von Yapi weitergebildet worden ist, ist nicht mehr bei der Fc Zürich.
  • meier  adi 12.11.2014
    Sorry Herr Wieser als Fußballprofi sollte man eine gewisse Vorbildfunktion ausüben! Fact ist dass Sie seitlich mit gestreckten Beinen voll auf einen ehemaligen Mitspieler mit Absicht und ohne Rücksicht auf eine Verletzung niedergestreckt haben! Erklären Sie Ihre treterei einer Juniorenmannschaft ! Solche Entgleisungen haben auf CH Fußballplätzen nichts zu suchen! Yapi wird wahrscheinlich nie mehr spielen können! Deshalb müsste Wieser 2 Jahre gesperrt werden! Gute Genesung G. Yapi!