Arbeitgeber des Petarden-Trottels gibt Auskunft «Er ist nicht da, er ist verunfallt»

  • Aktualisiert am 20.01.2012
  • Von Max Kern und Benny Epstein

Der Petarden-Trottel des FCZ ist wieder in der Schweiz. BLICK besuchte seinen Arbeitgeber. Der FC Zürich fordert Schadenersatz.

Der 25-jährige Johann B.* jobbte bisher im Filmbusiness – doch das jüngste Kapitel im Leben des Petarden-Trottels würde wohl nicht einmal der abgebrühteste Horror-Regisseur verfilmen. Mit drei Fingern weniger kehrt der FCZ-Fan nach dem Europacup-Spiel aus Rom zurück. Er hatte letzten Donnerstag im Stadio Olimpico eine Fackel mit einer Petarde verwechselt. Nach der Explosion des Knallkörpers wird der stark blutende Zürcher in ein Römer Spital eingeliefert.

Gestern, vier Tage nach dem Unfall, ist er zurück in der Schweiz. Marco Cortesi, Sprecher der Stadtpolizei Zürich, bestätigt: «Am Montagmorgen war er in einem Zürcher Spital.»

Hat sich der Petarden-Trottel bei seinem Arbeitgeber gemeldet? Davon muss ausgegangen werden. BLICK versucht, den FCZ-Fan bei der Arbeit zu erreichen. Am Telefon sagt ein Arbeitskollege: «Er ist nicht da, er ist verunfallt.»

Wir versuchen auch mit den Vorgesetzten des Petarden-Trottels zu reden. Die Antwort eines Arbeitskollegen von Johann B.: «Wir wollen da nicht reingezogen werden.»

Dicke Post erhält Johann B.bald von seinem Lieblingsklub. FC-Zürich-Präsident Ancillo Canepa fordert Schadenersatz. Denn der Klub wird von der Uefa für die Vergehen seiner «Fans» mit einer Busse in der Höhe von etwa 50 000 (!) Fr. bestraft. Canepa will das Geld beim Verursacher eintreiben.

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