«Eine Frage der Perspektive» Das sagt Jaccottet nach Skandal-Entscheiden

Adrien Jaccottet steht beim 2:1-Sieg von St. Gallen über Sion im Mittelpunkt. Gegenüber «SRF» nimmt der Fifa-Ref Stellung.

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4 Luzern 18 36:33 29
5 GC 18 26:32 22
6 St. Gallen 18 20:27 21
7 Lausanne 18 30:34 18
8 Lugano 18 23:35 18
9 Thun 18 23:34 16
10 Vaduz 18 21:43 16
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Das Spiel zwischen St. Gallen und Sion sorgt für Gesprächsstoff. Im Mittelpunkt: Schiedsrichter Adrien Jaccottet, der gleich in drei Situationen heikle Entscheide fällt. Gegenüber «SRF» nimmt der Ref nun Stellung.

Zur Roten Karte gegen Pa Modou (18.): «Der Stürmer spitzelt den Ball am Verteidiger vorbei und wird danach von ihm zu Fall gebracht. Das ist relativ klar. Die Frage ist danach die nach der Karte. Da kommt es drauf an, ob der Stürmer die Ballkontrolle hat oder nicht. Wenn man die TV-Bilder lange laufen lässt, hat man das Gefühl, dass der Ball weit weg ist. Aber wenn wirklich im Moment des Fouls stoppt, ist die Ballkontrolle vorhanden. Das bläuen wir uns auch Tag für Tag ein. Darum wird hier eine klare Torchance verhindert.»

Zum Tor von Zverotic (47.): «Der Ball ist an der Hand, das stimmt. Allerdings ist es für mich kein strafbares Handspiel, der Spieler wird aus kurzer Distanz angeschossen. Der Ball prallt ihm zuerst an den Oberschenkel und geht dann an die Hand. Das ist für mich kein absichtliches Handspiel. Darum habe ich weiterlaufen lassen. Dass es Offside war, erkennt man auf den TV-Bildern. Schade. Da stehe ich auch für das Schiedsrichter-Team hin und sage, das ist uns durch die Latten gegangen.»

Zur Notbremse-Situation von Hefti (68.): «Das ist immer eine Frage der Perspektive. Das Reglement spricht vom Verhindern einer klaren Torchance. Diese klare Torchance hat es weiterhin gegeben, da ein weiterer Spieler von Sion danach alleine aufs Tor ziehen konnte. Deswegen wäre die Sanktion sowieso nicht Rot sondern Gelb gewesen, die man nachträglich hätte aussprechen müssen.»

Publiziert am 04.12.2016 | Aktualisiert am 04.12.2016

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18 Kommentare
  • Giachem  Casutt 05.12.2016
    Das Schweizer Schiedsrichter blind sind ist ja längst bekannt. Darum keine Aufgebote mehr für Grossanlässe. Aber bei so einem Chef wundert dies sicher niemand.
  • Cafer  Dursun aus Flamatt
    05.12.2016
    Rote Karte von Pa Modou, zwar hart ausgelegt, aber es war eine Vereitelung einer Torchance: Ergo, rot völlig i.O. Hands und Abseits von Zverotic, müssen wir glaub ich nicht diskutieren, ist klar. Dass Zverotic im Teleclub Interview noch über den Schiri grännt, ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Heftis Notbremse, hätte man theoretisch auch geben können, ja. Ergo: je ein Fehlentscheid auf beiden Seiten. Ist nicht gut, hat sich aber bereits ausgeglichen. Walliser, hört auf rum zu heulen.
  • Alessandro   Del Piero 05.12.2016
    Und alles hätte man mit dem Videobeweis klären können, bin froh testet man das System in Deutschland, danach könnten beide Trainer und der Schiedsrichter 1-3 mal im Spiel einen Videobeweis fordern.
  • Marco  Goby 05.12.2016
    Die rote Karte gegen Pa Moudou ist absolut vertretbar, denn der Kontakt war, wenn auch evtl. ungewollt, war vorhanden! Das Führungstor für Sion war absolut irregulär, denn neben dem Handspiel (Arm stand vom Körper ab!) war es eine ebenso klare Offside-Position, die man hätte ahnden müssen. Und bei der zweiten Notbremse-Situation ist es tatsächlich so, dass die Torchance für den Sion-Mitspieler nach wie vor vorhanden war, jedoch kläglich vergeben wurde. Gelb wäre jedoch angebracht gewesen!
  • der  Besserpisser 05.12.2016
    Fehlentscheide passieren, kein Problem. Aber dass Jaccottet nun behauptet, es sei kein Handspiel gewesen, finde ich ganz schwach. Aber anscheinend würde ihm eine Zacke aus der Krone fallen, wenn er diesen Fehler zugeben würde...
    • bruno  schwegler aus Kriens
      05.12.2016
      Na!Ist sehr einfach im Fernseher ueber solche Entscheide zu motzen und Leute zu beleidigen.
      Selber machen waere angesagt und dazu die Regeln lesen und dann liest man,dass nicht jede Handberuehrung auch Haends ist.

      Gibt mehrere Punkte wo man beachten muss.
      Dazu motzen und nicht mal seinen Richtigen Namen erwaehnen.
      So Schwach.
      Freuen uns schon auf Deinen ersten Schirieinsatz.Komme gerne schauen.
      Lg
      Ein offizieler Schiedsrichter
    • der  Besserpisser 05.12.2016
      Lieber Herr Schwegler. Bitte lesen Sie doch einfach nochmals meinen Kommentar durch. Ich motze nicht über den Fehlentscheid. Solche Sachen können passieren. Das Problem ist, dass er im Interview nach wie vor behauptet, er habe richtig entschieden.
      Und falls Sie mir nun sagen wollen, dass dies kein Handspiel war, dann sind Sie wohl ein "offizieller Schiedsrichter" in der 5. Liga der Damenmannschaft im virtuellen Fifa Playstationspiel.