Drei ehemalige Thun-Spieler vor Gericht Neuer Sex-Skandal im Schweizer Fussball!

Drei ehemalige Spieler des FC Thun stehen heute im Berner Oberland vor Gericht. Die Anklage: Vergewaltigung und sexuelle Nötigung!

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Am 13. November 2007 werden zwölf aktuelle oder ehemalige Spieler des FC Thun vorübergehend festgenommen. Der Tatverdacht: Sexuelle Handlungen mit einer 15-Jährigen.

Was bisher kaum jemand wusste: Es gibt einen zweiten Thuner Sex-Skandal, der gar auf das Jahr 2005 zurückgeht. Involviert: Drei prominente ehemalige Spieler des FC Thun.

Die drei Beschuldigten sollen im November 2005 eine Frau vergewaltigt haben. Das Opfer war damals die Freundin einer der drei Fussballer. Als sie bei ihrem Freund übernachtete, soll sie von allen drei vergewaltigt worden sein.

Die Frau erhob im Mai 2009 bei der Staatsanwaltschaft Thun Anklage gegen alle drei Männer wegen Vergewaltigung. Die Frau gab an, sie sei dabei gegen ihren Willen auf das Sofa gedrückt und geschlagen worden. Die drei Fussballer sprachen von einem «einvernehmlichen Sexerlebnis». 

Die Staatsanwaltschaft Berner Oberland stellte jedoch das Verfahren im Februar 2013 wegen mangelnder Beweise ein.

Das Opfer bekam aber vor Bundesgericht recht. Die Lausanner Richter wiesen das Regionalgericht Thun an, Anklage gegen die drei Fussballer zu erheben. 

Der Prozess in Thun findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nicht einmal auf der Verhandlungsliste wurde er als Termin aufgeführt. BLICK bekam auch keine Anklageschrift, obwohl es sich bei den Beschuldigten um Personen von öffentlichem Interesse handelt.

Der Prozess wird heute Mittwoch seit 8.30 Uhr geführt. Marcel Grass ist der Anwalt des Opfers: «Meine Mandantin hat lang mit sich gerungen, um Anzeige zu erstatten. Es ist unsäglich, dass es jetzt erst nach langer Zeit zu einem Prozess kommt. Das Opfer konnte das Geschehene nie verarbeiten.»

Die drei Beschuldigten bestreiten den Vergewaltigungsvorwurf. «Ihre Aussagen sind von Widersprüchen übersät», sagt Grass zu BLICK.  

Derzeit finden die Plädoyers statt. Das Urteil soll am Freitag verkündet werden – ebenfalls unter Ausschluss der Öffentlichkeit. «Das ist sehr aussergewöhnlich», so der Opferanwalt.  

Das Gericht will am Freitag oder am Montag lediglich eine Medienmitteilung veröffentlichen. 

Publiziert am 20.01.2016 | Aktualisiert am 22.01.2016

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8 Kommentare
  • Regula  Hiltebrand aus Au
    20.01.2016
    Dies muss zuerst sauber abgeklärt werden und trotzdem nichts vertuschen.
  • hertig  reinhard aus GIBSWIL
    20.01.2016
    wir kennen die umstände nicht, sonst würde wir vielleicht hart urteilen. warum hockt die mit drei typen rum? hat sie diese eventuell angemacht? warum hat sie sich nicht abgegrenzt, entfernt? lange keine klage usw. komisch das ganze. sehr komisch. und dass drei auf die gleiche hocken, die noch Freundin von einem ist. also, da sind alle vier nicht dicht im hirn.
  • Marco  Weber 20.01.2016
    Personen von Öffentlichem Interesse? Naaajaaaa.......
    Ich heisse Vergewaltigungen ja nicht gut oder dergleichen und klar wird es für die Geschädgite nicht einfach sein sowas zu verarbeiten oder zu realisieren, Aber wiso man 4 Jahre wartet um Anzeige zu erstatten, wird sich mir nie erschliessen!
    • David  Graf 20.01.2016
      Herr Weber. Wenn man selber nie einen sexuellen Übergriff erfahren hat, kann mann solche Angelegenheiten auch nicht verstehen. Ihr Kommentar entzieht sich auch dem Öffentlichem Interesse.
    • Anita  Pfister , via Facebook 20.01.2016
      Vielleicht doch. Dafür wäre aber nötig mit betroffenen zu sprechen.
    • Walter-René  Gigli aus Thun
      20.01.2016
      Marco Weber wieder einmal. Hauptsache man kommt in der Zeitung. Sie wurden ja NIE vergewaltigt, darum können Sie es auch nicht verstehen das machen Menschen viel Zeit brauchen um an die Oeffentlichkeit zu gehen. Eben anders als Sie.
    • Otto  stalder aus Ueberstorf
      20.01.2016
      Lieber Marco Weber! Wir sind nicht da um zu verstehen, Gerichte verstehen die meisten "normalen" Leute nicht.
      Nicht nach vier Jahren...
    • Regula  Hiltebrand aus Au
      20.01.2016
      Ist wichtig, dass alle sexuellen Uebergriffe genau abgeklärt, aber auf keine Fall vertuscht werden. Täter gehören hart bestraft und ausgewiesen, falls sich dies bewahrheitet.