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Wildwestszenen bei GC – YB Drehen jetzt alle durch?

Traumtore, ein packendes Finale und zum Schluss wilde Tumulte. Das Spiel zwischen Leader GC und YB sorgt für Gesprächsstoff.

  • Publiziert: 22.10.2012
  • Von Simon Häring und Micha Zbinden

Gingen die Stars zu weit?»

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Zwischen GC und YB (3:2) gehts drunter und drüber. Bis zur Pause spielt der Leader die Gäste an die Wand, führt schon mit 3:0. Am Ende wirds doch noch einmal richtig spannend.

Einen Freistoss nickt Ex-Hopper Raul Bobadilla (25) in der 90. Minute zum Anschlusstreffer ins Netz. GC-Goalie Roman Bürki, der von YB an den Rekordmeister ausgeliehen ist, klammert sich an den Ball. Will der Goalie aus Münsingen BE so wertvolle Sekunden schinden?

Bürki löst jedenfalls damit eine wilde Tumulte aus: Torschütze Bobadilla (wird von GC-Captain Vero Salatic geschubst), Matias Vitkieviez (27) und Youngster Michael Frey (18) gehen auf Bürki los. Dieser spielt den toten Mann, ist wenige Minuten später aber wieder putzmunter unterwegs.

Nach dem Spiel der nächste Eklat: Der Argentinier Raul Bobadilla, von 2007 bis 2009 Top-Torjäger bei den Hoppers, dreht nach dem Spiel - aus welchem Grund auch immer - in der Kurve der GC-Fans eine Runde. Dann beleidigt er plötzlich mit einer abschätzigen Geste die ganze GC-Kurve. Was soll das? Bobadilla dreht weiter im roten Bereich und wirft beim Ausgang noch einen Ständer weg. Unfassbar.

Hoppers-Mediensprecher Adrian Fetscherin (37) beschwichtigt nach dem Spiel den Ausraster Bobadillas auf der GC-Facebook-Seite: «Wir glauben, dass ein Missverständnis vorliegt. Um diesbzüglich aber Klarheit zu bekommen, sind wir mit YB bereits in Kontakt getreten. Sobald eine Antwort von Raul da ist, teile ich sie Euch gerne mit.»

Schon zuvor gibts jede Menge Gesprächsstoff: Izet Hajrovic (21) zeigt nach seinem Freistoss-Tor zum 1:0 einen aussergewöhnlichen Tor-Jubel. «Das machen die Rapper in Amerika», erklärt der Doppeltorschütze im Pauseninterview mit dem «Schweizer Fernsehen». Na dann.

Abgeschaut hat er sich das von den Rappern von Crime Payz und vom brasilianischen Kicker Pato. Gibts den Hajrovic-Spezial in Zukunft öfter zu bestaunen? «Nein, das war eine einmalige Sache.»

Auch GC-Überflieger Steven Zuber (21) hat noch seinen Auftritt. Nach dem genialen Treffer zum 3:0, seinem vierten Saisongoal, macht der Flügelflitzer hinter dem Tor von Wölfli aus einem Mikrofon Kleinholz. Muss man sich wirklich auf diese Weise freuen?

Drehen jetzt alle durch?

Beliebteste Kommentare

  • Adriano  Celentano , Aarau
    Dumm, dümmer, Fussballer!!! Arbeitet nur weiter so an diesem klischee!!!
  • Philipp  Rittermann
    ja. etwas ketzerisch - "andere länder, andere sitten". dies ist ganz klar eine entwicklung resultierend aus der zunehmenden fussball-söldnerschaft in der schweiz.

Alle Kommentare (65)

  • René  Obi , Zürich , via Facebook
    Eine absolute Unsitte der Torhüter, nach einem Gegentreffer, sich den Ball zu schnappen und dann nicht mehr herzugeben. Und bei Bürki kommt noch dazu, dass er gemeingefährlich ist. Nach Chermiti mit seiner Fleischwunde, ist am Sonntag Nef nur mit Glück der Kung Fu-Attacke Bürkis entkommen. Zumindest ein Fuss voran. Und auch dieses Mal wieder ohne Konsequenzen für Bürki Penalty und rote Karte wären beide male angebracht gewesen.
  • René  Speich , Bern , via Facebook
    Flasche leer, was YB zur Zeit bietet. Eifach zum heulen. Unter Petkovic spielte YB ohne Dumbia wesentlich attraktiver. Es tut weh, wenn man sieht wie Millionen in den Sand gesetzt wurde.
    Fort mit den teuren Spieler und machts wie Thun und St. Gallen, das ist ehrlicher Fussball.
    • 23.10.2012
    • 5
    • 0
  • Rosa  Hösli
    GC-Fans? Vor einem Jahr waren an GC-Heimspielen 700 Zuschauer, davon die meisten Gäste. Jetzt wo GC nicht abstiegsgefährdet ist, kommen sie plötzlich zu Tausenden! Fazit: Auf einen GC-Fan kommen 20 Modefans. Diese waren vor 5 Jahren noch FCZ-Fans. Peinlich!
    • 22.10.2012
    • 13
    • 6
  • Thomas  Kuhndt
    Wo gestreckte Mittelfinger eines Nati-Trainer seitens der Verbandsoberen ungesühnt, Brutalofouls mit läppischen gelben Karten oder gar nicht geahndet und Tätlichkeiten Woche für Woche begatellisiert werden dürfen, muss man sich nicht über solche Auswüchse wundern. Wie die Kuscheljustiz hierzulande agiert, genauso gebahren sich Schiedsrichter und Verbandsrichter - wider aller vernunft und REGELN.
  • Rolf  Wittwer
    Falls nun die Primitivkultur der Rapper auf die Fussballplätze geholt wird, ist es an der Zeit, sich anderen Sportarten zuzuwenden.
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Runde 33 Super League

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Basel 33 59:30 66
2 GC 33 41:30 60
3 St. Gallen 33 49:32 56
4 Zürich 32 50:41 46
5 Sion 32 36:45 45
6 Thun 33 41:42 44
7 YB 32 43:43 39
8 Luzern 32 34:42 36
9 Lausanne 33 25:47 27
10 Servette 31 24:50 23

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