FCB-Fink stichelt: «Doumbia wird schwächeln!»

  • Publiziert: 07.02.2010, Aktualisiert: 02.01.2012
  • Von Heiko Ostendorp

Der FCB-Trainer gibt vor dem Spitzenkampf noch einmal Gas und macht eine letzte Kampfansage Richtung Bern.

Thorsten Fink weiss, was psychologische Kriegsführung bedeutet. Sieben Jahre spielte er beim FC Bayern. Dort stand er selbst nur selten im Mittelpunkt. Aber Fink bekam mit, wie Uli Hoeness, Stefan Effenberg oder Olli Kahn den Gegner vor wichtigen Duellen verunsicherten – und am Ende fast immer davon profitierten.

Vor seinem bisher wichtigsten Spiel als Trainer zeigt sich Fink nun als geschickter Unruhestifter bei YB. Der FCB-Coach gab in der Vorbereitung zu, dass er Gilles Yapi auf dem Wunschzettel hat, und sorgte damit für reichlich Aufregung beim Leader.

Jetzt legt Fink noch mal nach. Der Trainer zu SonntagsBlick: «Ich weiss, wie wir YB schlagen. Und ich bin sicher, wenn wir sie schlagen, werden wir auch Meister!»

Die Statistik spricht allerdings ganz klar gegen den FCB – die letzten sechs Duelle mit den Young Boys gingen verloren. Aber auch darauf hat Fink einen Konter parat: «Wenn es nach der Serie geht, verlieren wir gegen YB und werden am Ende trotzdem Meister.»

Basel gegen Bern. Verfolger gegen Spitzenreiter – der Kracher gleich zum Rückrunden-Auftakt. Rund 30 000 Fans werden heute im St. Jakob-Park erwartet, die Stimmung ist mächtig aufgeheizt. Nicht zuletzt, weil sich YB-Spielgestalter Yapi (verletzte sich gestern, siehe S. 4) mit den FCB-Bossen zu Verhandlungen traf und vor einem Wechsel zum grossen Konkurrenten um den Meistertitel steht.

Motivationsgeschichten hat Fink abgeschafft

Die wichtigste Frage: Wie will Fink Seydou Doumbia stoppen? «Wir werden sicher nicht das ganze System wegen ihm umstellen, sondern spielen wie immer. Wir werden nicht hinten drinstehen, sondern wollen von der ers-ten Minute an klarmachen, dass bei uns nichts zu holen ist.» Der FCB-Trainer stichelt gegen den YB-Topskorer: «Auch Doumbia wird irgendwann eine Schwächephase haben.»

Wie heizt Fink seine Mannschaft in der Kabine an? Der Deutsche: «Das brauche ich gar nicht. Am Anfang meiner Trainerkarriere habe ich oft solche Motivationsgeschichten gemacht. Videos mit Musik oder Ähnliches. Aber ich glaube, das nutzt sich schnell ab. Und meine Jungs wissen auch so, worum es geht.»

Basel muss gewinnen und ist zuversichtlich


Sieben Punkte beträgt der Rückstand auf Bern. Kein Wunder, dass Fink vor dem heutigen Match von «einem sehr entscheidenden Spiel» spricht. «YB ist Favorit – das ist Fakt. Aber meine Spieler haben mehr Erfahrung, wenn es um die Töpfe geht. Das ist sicher ein Vorteil.» Allerdings MUSS Basel gewinnen – das weiss auch Fink. «Bei zehn Punkten Rückstand wird es schwer», gibt er zu.

FCB gegen YB. Basler Aufholjagd oder Berner Durchmarsch? Klar ist nur: Es ist heute jede Menge Feuer drin!

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